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Colin Edwards möchte beim Heimrennen natürlich eine tolle Show bieten © Yamaha

Für Colin Edwards begann die Jagd nach dem 100. MotoGP-Punkteergebnis nicht zufrieden stellend - Positionen neun und 13 für Tech-3-Yamaha

Colin Edwards kann an diesem Wochenende bei seinem Heimrennen theoretisch Geschichte schreiben: Ein Top-15-Ergebnis würde für ihn zum 100. Mal in der MotoGP-Klasse WM-Punkte bedeuten - und sollte ihm in Laguna Seca sogar ein Sieg gelingen, würde er auf amerikanischem Boden eine Serie von 49 Grands Prix ohne US-Triumph beenden.

Der letzte Amerikaner, der in der Königsklasse gewinnen konnte, war Nicky Hayden in Laguna Seca 2006 - auf dem Weg zum WM-Titel. Doch davon ist Edwards im Moment weit entfernt: Gestern fehlten dem Lokalmatador 1,304 Sekunden auf die Spitze, was den neunten Platz bedeutete. Vor allem klagte er über eine zu harte Abstimmung der Radaufhängung, durch die er alle Vibrationen von der Strecke quasi direkt in den Hintern geprellt bekam.

"Das war nicht der Auftakt zu meinem Heim-Grand-Prix, den ich mir vorgestellt hatte", bilanzierte er. "Das Bike ist einfach viel zu steif. Besonders beim harten Bremsen hat die Radaufhängung nicht genug Spiel. Das ist ganz offensichtlich, wenn sich der Bremsgriff und der Sitz wie irre auf und ab bewegen. Auf den riesigen Bodenwellen da draußen kam ich mir vor wie ein Motocrossfahrer! Ich hoffe aber, dass wir das morgen noch hinbekommen."

"Ich habe das Gefühl, dass da noch eine Sekunde drin liegt, aber im Moment sind mir die Hände gebunden. Sobald wir die Probleme im Griff haben - und meine Jungs bei Tech 3 sind klasse -, werde ich pushen und die Zeit finden", kündigte Edwards selbstbewusst an. "Ich bin zuversichtlich, dass wir finden werden, was wir brauchen, damit ich meinen Fans beim Heimrennen eine tolle Show liefern kann - natürlich auch für unseren Sponsor Monster."

Teamkollege James Toseland war um weitere vier Zehntelsekunden langsamer und wurde 13., obwohl er auch an diesem Wochenende wieder von Yamaha-Ingenieur Masahiko Nakajima betreut wird. Doch bis er sich mit den von Nakajima vorgeschlagenen Änderungen anfreundet, kann noch ein bisschen Zeit vergehen: "Ich gewöhne mich noch an das Setup von Assen, denn dadurch ist die Balance ganz anders geworden", sagte der Brite.

Und weiter teilte er mit: "Die Position ist nicht ideal, aber es war eine solide Session. Wir haben noch ein bisschen Arbeit vor uns, aber es besteht kein Grund zur Panik. Das Setup ist halt noch nicht ideal. Hinten fehlt es mir auf dem harten Hinterreifen an Grip, aber ich muss wegen der Temperaturen im Rennen den harten Hinterreifen fahren. Diese Strecke hat nicht so viel Grip wie Assen. Wir müssen also hinten Grip finden, aber am Ende ging uns dafür die Zeit aus."

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