vergrößernverkleinern
Nicky Hayden lieferte gestern sein bisher bestes Ducati-Qualifying ab © Ducati

Nicky Hayden lieferte in Laguna Seca das beste Qualifying der Saison ab, während Colin Edwards im Freien Training einen Fingernagel verlor

Vom ersten amerikanischen Sieg seit Nicky Hayden 2006 sind die beiden MotoGP-US-Boys derzeit weit entfernt, im gestrigen Qualifying in Laguna Seca lieferten Ducati-Fahrer Hayden (8.) und Tech-3-Yamaha-Routinier Colin Edwards (7.) aber zumindest solide Vorstellungen ab. Für Hayden war das sogar das beste Abschneiden der bisherigen Saison.

Den Grundstein dafür legte er bereits im Freien Training: "Am Morgen haben wir schon einen guten Schritt nach vorne gemacht", erklärte der Lokalmatador. "Wir haben an der Elektronik etwas verändert und dadurch kommen wir besser aus den Kurven heraus. Damit konnte ich eine Sekunde schneller fahren. Die Datenleute haben einen guten Job gemacht. Mein Sturz hat uns allerdings auch wieder ein wenig zurückgeworfen."

"In der Qualifikation war es nicht einfach, aber die dritte Startreihe ist okay - das ist immerhin meine bislang beste Startposition. Ich hatte gehofft, ich würde in der zweiten Reihe bleiben, ich dachte, vielleicht habe ich eine Chance", sagte Hayden, fügte aber optimistisch an: "Sonst verlieren wir in der Qualifikation Plätze im Vergleich zum Training, es ist also gut, dass wir dieses Mal welche gewonnen haben! Das Rennen wird nicht einfach, aber meine Startposition sollte eine gute Basis sein."

Aufgrund der Stürze der Superstars Jorge Lorenzo und Casey Stoner sprach der Ex-Weltmeister von einer "recht wilden" Session: "Eine solche habe ich in der MotoGP lange nicht gesehen. Ich hoffe, alle sind wohlauf." Das wünschte er natürlich auch seinem Landsmann Edwards, der zwar das Qualifying unbeschadet überstand, dafür aber bereits im Freien Vormittagstraining schwer zu Sturz gekommen war. Seither ist der 35-Jährige um einen herausgerissenen Fingernagel ärmer...

"Durch meinen Fahrfehler habe ich mir den rechten Mittelfinger verletzt, aber davon geht die Welt nicht unter", teilte Edwards mit. "Der Highsider in Kurve zehn hat jedoch keinen Spaß gemacht, denn das ist keine langsame Kurve! Ich landete auf meinem Kopf und auf dem Rücken, insofern hatte ich Glück im Unglück. Das große Problem bleibt aber das Gefühl für die Front. Die schlittert zu stark herum und fühlt sich in den Kurven überhaupt nicht stabil an."

Seine YZR-M1 habe sich "besser als gestern" angeführt, "aber ich bin immer noch nicht komplett zufrieden. Wir müssen vor dem Rennen ein paar Dinge aussortieren", sagte Edwards. "Mit dem siebenten Platz bin ich aber happy, denn wenn wir im Warmup noch ein paar Probleme aussortieren, ist ein gutes Rennen drin." Sollte er es in die Top 15 schaffen, wäre er der 14. Fahrer in der Geschichte mit 100. Grand-Prix-Ergebnissen in den Punkterängen.

Insgeheim hängen die Trauben für den Amerikaner nach Platz sieben am Unabhängigkeitstag aber sogar noch höher: "Ich weiß, dass es schwierig wird, morgen auf das Podium zu fahren, aber ich werde für meine amerikanischen Dans und für unseren Sponsor Monster natürlich alles geben. Es gibt viele Leute, die mich hier unterstützen, es ist ein großes Wochenende für Amerika. Da wünsche ich mir ein absolutes Topergebnis", so Edwards.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel