vergrößernverkleinern
Dem angeschlagenen Casey Stoner reichten sechs Runden zur Bestzeit © Ducati

Casey Stoner schonte sich im Warmup, fuhr aber dennoch Bestzeit vor Valentino Rossi - 13 Runden für angeschlagenen Jorge Lorenzo

Die große Frage vor dem heutigen Warmup zum US-Grand-Prix in Laguna Seca war, ob Jorge Lorenzo (FIAT-Yamaha) und Casey Stoner (Marlboro-Ducati) nach ihren schweren Stürzen im Qualifying überhaupt auf die Strecke gehen würden. Zwar sind beide nicht hundertprozentig fit, doch ihre Rennteilnahme scheint nach dem Fahren im Warmup gesichert zu sein.

Stoner schonte sich zwar und drehte nur sechs Runden, schenkte sich die zweite Hälfte der Session, erzielte aber in 1:21.918 Minuten dennoch Bestzeit. Damit ließ er Valentino Rossi (FIAT-Yamaha) um acht Hundertstelsekunden hinter sich, obwohl der Vorjahressieger und amtierende Weltmeister bei der letzten Zwischenzeit noch voran lag. Wie gestern im Qualifying büßte Rossi aber auch heute im letzten Sektor entscheidend ein.

Lorenzo spulte mit 13 Runden ein volles Programm ab, kam aber im Gegensatz zu Stoner nicht sofort auf Touren, sondern musste erst seinen Rhythmus finden. Am Ende hielt er dann ganz gut mit: 0,594 Sekunden Rückstand, fünfter Platz. Dabei herrschten aus Sicht des Liebhabers der kalifornischen Sonne gemäßigte Bedingungen: Ein paar Wölkchen trübten den Sonnenschein und die Temperatur kletterte nie über 16 (Luft) beziehungsweise 22 (Asphalt) Grad.

Dani Pedrosa (Repsol-Honda/+ 0,334) sicherte sich trotz eines Ausritts in der Corkscrew-Kurve den dritten Platz, unmittelbar vor dem besten Lokalmatador, Colin Edwards (Tech-3-Yamaha/+ 0,541). Richtig zu Sturz kamen in den finalen 20 Minuten vor dem Rennen nur Marco Melandri (8./Hayate-Kawasaki/+ 1,133) und der bisher an diesem Wochenende so stark aufzeigende Spanier Toni Elias (12./Gresini-Honda/+ 1,442).

Solide präsentierte sich der bisher letzte amerikanische Laguna-Seca-Sieger (2006) Nicky Hayden (Marlboro-Ducati/+ 0,859) als Achter. Enttäuschend dafür die beiden Kunden-Ducatis: Sete Gibernau (GFH/+ 1,765) wurde 15., Niccolò Canepa (Pramac/+ 2,245) 16. unter 17 Piloten. Die "rote Laterne" blieb einmal mehr an MotoGP-Rookie Gabor Talmacsi (Scot-Honda/+ 2,353) hängen, der sich aber sukzessive näher an den Rest des Feldes heranarbeitet.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel