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Dani Pedrosa denkt nicht an den Titel, sondern von Rennen zu Rennen © Repsol

Auch wenn er Honda in Laguna Seca zurück auf die Siegerstraße geführt hat, wagt Dani Pedrosa jetzt noch nicht, vom Eingreifen in den Titelkampf zu träumen

Yamaha-Star Valentino Rossi und sein Renningenieur Davide Brivio haben Dani Pedrosa durchaus auch auf der Rechnung, wenn sie auf potenzielle Gegner im Titelkampf angesprochen werden. Sie sind sich sicher: Wenn der Spanier wieder zu 100 Prozent fit ist, kann er aus dem Dreikampf Rossi/Lorenzo/Stoner noch einen Vierkampf machen. Der Anfang ist gemacht: Beim US-Grand-Prix in Laguna Seca hat Pedrosa Honda zurück auf die Siegerstraße gebracht.

Doch der Spanier selbst verschwendet noch nicht allzu viele Gedanken an den Titelkampf. Trotz seines lang ersehnten ersten Saisonsiegs bleibt er realistisch. Zum einen liegt der Honda-Werkspilot bei neun noch ausstehenden Rennen immer noch 59 Punkte hinter Gesamtleader Rossi. Zum anderen laboriert Pedrosa immer noch an den Verletzungen, die er sich bei seinem Sturz Ende Mai in Mugello zugezogen hat.

"Ich muss erst wieder völlig gesund werden, auch wenn es inzwischen besser geht", sagte Pedrosa dem italienischen Magazin 'MotoSprint'. "Deshalb habe ich beschlossen, mir die Gesamtwertung nicht zu sehr aus der Nähe anzuschauen. Ich denke lieber von Rennen zu Rennen und dann werden wir sehen." Viel anderes bleibe ihm auch nicht übrig, räumte der Spanier ein: "Ich habe auf die WM-Führenden schon zu viel an Boden verloren."

Derzeit verhandelt Pedrosa mit Honda über eine Vertragsverlängerung. Die Chancen dazu stehen gut: Laut HRC-Vizepräsident Shuhei Nakamoto will man sowohl Pedrosa als auch Teamkollege Andrea Dovizioso halten. Zwar hält sich das Gerücht, dass Honda auch Interesse an Yamaha-Mann Jorge Lorenzo hat, doch der könnte eher eine Gefahr für Doviziosos Platz als für Pedrosas Vertrag werden. Zumal Honda mit Titelsponsor Repsol über einen neuen Vertrag verhandelt - und da wären zwei Spanier im Team optimal.

Pedrosas Sieg in Laguna Seca dürfte seine Position im Team ebenfalls gefestigt haben. Deshalb konzentriert sich der Spanier nun erst einmal voll und ganz darauf, wieder ganz fit zu werden: "Wir befinden uns gerade in der Phase der Vertragsverhandlungen, aber für meine Zukunft ist am wichtisgten, dass ich wieder zu meiner vollen körperlichen Fitness zurückfinde. Dann kann ich auch wieder mein ganzes Können zeigen."

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