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Diese Zeiten sind vorbei: Sete Gibernau wird nicht mehr auf die Ducati steigen © pacepix.com

Sete Gibernau hätte nicht damit gerechnet, dass sich sein Team so kurzfristig aus der MotoGP zurückzieht: "Waren nah den Ergebnissen, die wir wollten"

Für Sete Gibernau war der sofortige Rückzug seines Teams aus der MotoGP ein gewisser Schock. Der 36-jährige Spanier war gerade dabei, nach seinem erneuten Schlüsselbeinbruch wieder fit zu werden, doch jetzt scheint seine MotoGP-Karriere endgültig beendet zu sein. Das neu gegründete Team Grupo Francisco Hernando steigt aus, die beiden Teamchefs Gelete und Pablo Nieto, haben die Reißleine gezogen.

Ganz so überraschend kam der Ausstieg jedoch nicht. Dass das Ducati-Satellitenteam in Zeiten der Wirtschaftskrise massive Finanzprobleme hatte, war bekannt. Und der wichtigste Finanzier, der Baukonzern Grupo Francisco Hernando, will sich angesichts der derzeitgen Krise mit seinen Investitionen auf seine Kerngeschäfte konzentrieren.

Gibernau hatte in dem Team nach zwei Jahren Abstinenz sein Comeback in der MotoGP gegeben. Im Training zum vierten Saisonrennen in Le Mans brach er sich jedoch erneut das Schlüsselbein. In Mugello gingen er und das Team deshalb gar nicht an den Start. So nahm Gibernau in dieser Saison nur an sechs Rennveranstaltungen teil. In die Top schaffte er es dabei aber weder im Qualifying noch im Rennen.

"Ich bin von dieser Entscheidung völlig überrascht", betonte Gibernau. "Jeder im Team hat darum gekämpft, dass dieses Projekt vorankommt. Aus persönlicher Sicht war es für mich eine Lotterie, aber wir konnten von Rennen zu Rennen höhere Ziele erreichen. Es ist schade, dass wir uns zurückziehen müssen - gerade jetzt, wo wir den Ergebnisse, die wir wollen, immer näher gekommen sind."

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