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Alex de Angelis will auf dem Sachsenring den Anschluss nach vorn schaffen © xpb.cc

Alex de Angelis will beim Deutschland-Grand-Prix eine "schwierige Phase" beenden, Teamkollege Toni Elias den jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen

Das Gresini-Honda-Team reist mit einer kräftigen Portion Kampfbereitschaft an den Sachsenring. Man ist sich einig: Die Richtung stimmt, auch wenn die beiden Piloten Alex de Angelis und Toni Elias zuletzt unterschiedlich zufrieden waren. Elias verzeichnet einen deutlichen Aufwärtstrend. Beim US-Grand-Prix in Laguna Seca wurde er Sechster, auf Platz fünf fehlten ihm nur vier Zehntelsekunden.

Teamkollege de Angelis wartet noch darauf, dass auch er die Früchte monatelanger harter Arbeit ernten kann. Bei ihm blieben die guten Ergebnisse noch aus, doch auf dem Sachsenring ist er mit die besten Rennen seiner Karriere gefahren. In den kleineren Klassen kam er dort regelmäßig aufs Podium: Zwischen 2002 und 2007 wurde er dreimal Zweiter und dreimal Dritter.

"Ich hatte in der Vergangenheit so viele gute Ergebnisse am Sachsenring - genau die Ergebnisse, die wir jetzt brauchen könnten! Leider haben wir uns in Laguna Seca für die falsche Abstimmung entschieden, aber an dem Wochenende gab es dennoch viel Positives zu verzeichnen. Das wollen wir in Deutschland umsetzen. Der Deutschland-Grand-Prix gehört definitiv zu meinen Lieblingsrennen", sagte de Angelis.

Er habe eine enge persönliche Verbindung zum Sachsenring: "Dort habe ich meine erste Pole Position geholt und von 2002 bis 2007 stand ich dort jedes Mal auf dem Podium. Die Strecke ist technisch sehr anspruchsvoll, abwechslungsreich, ohne lange Geraden. Deshalb ist eine gute Abstimmung wichtiger als Motorpower", erklärte de Angelis weiter. Er wird jedenfalls hoch erhobenen Kopfes nach Deutschland kommen: "Wir machen derzeit eine schwierige Phase durch, aber wir werden nicht aufgeben!"

Elias: Neun Rennen am Maximum

Teamkollege Elias hat die schwierigen Zeiten schon hinter sich. "Es ist wichtig, dass wir in dieser Phase der Saison auf den richtigen Weg gefunden haben", sagte er. "Die Saison ist jetzt noch lang, aber wenn wir länger dazu gebraucht hätten, wäre es vielleicht zu spät gewesen. Wir hatten acht harte Rennen, aber wir loten nun die Grenzen des Bikes aus und wir haben noch neun Rennen, in denen wir ans Maximum gehen können."

Anders als de Angelis kann Elias dem kurzen Sachsenring jedoch nicht allzu viel abgewinnen. Er kennt aber auch den Grund: "Ich habe mich dort schon dreimal verletzt, vielleicht habe ich deshalb keine guten Erinnerungen an die Strecke. Im vergangenen Jahr hätte es dort besser laufen können, aber es hat geregnet. Hoffentlich habe ich dieses Mal in Deutschland mehr Glück." Nach dem US-Grand-Prix verbrachte Elias noch einen Tag mit Sightseeing in San Francisco, dann ging es nach Hause: "Ich habe trainiert und mich auf ein weiteres wichtiges Rennen vorbereitet."

"Mit dem Sachsenring und Donington warten zwei technisch sehr anspruchsvolle Strecken auf uns, auf denen Setup und Fahrkönnen wichtig sind", erklärte Teamchef Fausto Gresini. "Unser Ziel als Team ist es, unseren Jungs die bestmöglichen Bikes zu geben, damit sie ihr Potenzial optimal ausschöpfen können. Wir haben mit Toni in jüngster Zeit große Fortschritte gemacht, aber da ist noch mehr drin."

"In Laguna Seca war er zum Beispiel noch mit dem weicheren Reifen unterwegs, während unsere Gegner auf hartem Gummi gefahren sind", so Gresini. "Es ist wichtig, dass wir seine Performance auf harte Reifen transferieren können. Dann kann er seine Pace über die Renndistanz steigern. Das ist unser Ziel für die nächsten beiden Rennen."

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