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Nicky Hayden findet sich bei Ducati langsam immer besser zurecht © xpb.cc

Ex-Weltmeister Nicky Hayden möchte auch am Sachsenring seinen Aufwärtstrend fortsetzen, für den er viele kleine Dinge als Auslöser nennt

Mit Platz fünf zuletzt bei seinem Heim-Grand-Prix in Laguna Seca erreichte Nicky Hayden sein bisher bestes Ergebnis als Ducati-Werkspilot. Eigentlich verständlich, dass der smarte US-Boy auch noch nach seiner Ankunft am Sachsenring von seinem stetigen Aufwärtstrend schwärmt: "In den letzten Rennen sind wir auf den Plätzen zwölf, zehn, acht und fünf ins Ziel gekommen. Wir haben viele Fortschritte gemacht, mit denen ich zufrieden sein kann", waren die ersten Worte des "Kentucky Kids" während der Pressekonferenz zum Grand Prix von Deutschland am Donnerstag.

"Dies zeigt, wir arbeiten in die richtige Richtung. Auch innerhalb des Teams haben wir mehr zusammengefunden", fuhr er fort. "Es macht jetzt auch viel mehr Spaß, das Motorrad zu fahren, trotzdem ist es noch ein weiter Weg bis zur nächsten Gruppe vor uns. Uns ist soweit ein großer Schritt gelungen, aber der endgültige Anschluss wird noch ziemlich hart werden. Wir werden den eingeschlagenen Weg fortsetzen und ganz bestimmt nicht so schnell aufgeben."

Viele kleine Faktoren

Auf die Frage, welche Gründe für den Aufschwung ausschlaggebend waren, meinte Hayden: "In jedem Fall lag es ganz bestimmt an vielen kleinen Dingen. Zu Beginn der Saison lief so ziemlich alles schief. Ich fühlte mich überhaupt nicht wohl auf der Maschine. Dazu kam auch jede Menge Pech. All das machte das Desaster perfekt. Wir begannen aber langsam, all die Probleme aufzuarbeiten. Es war nicht nur eine einzige Kleinigkeit, die falsch gewesen wäre."

"Wir haben sicher noch viel Arbeit vor uns, aber die Leute um mich geben ihr Bestes und wir verstehen uns mittlerweile auch viel besser. Die Kommunikation klappt jetzt bei weitem besser als noch zu Saisonbeginn. Daher gelingen uns jetzt auch an den Rennwochenenden viel mehr Fortschritte. Aus dem Werk in Bologna kam ebenfalls sehr viel Input, ebenso wie vom Testteam. Und ich selbst hatte auch unzählige Meetings mit Livio (Teamchef Suppo; Anm. d. Red.) in Bologna. Wir glauben fest daran, diesen Trend fortsetzen zu können. Das Bike hat es drauf, es steckt unglaubliches Potenzial in der Maschine", so das unermüdliche Arbeitstier Hayden.

Begeistert vom Sachsenring

Zum Schluss kam der 27-Jährige aus Owensboro im US-Bundesstaat Kentucky noch über die ultraschnelle Bergab-Rechtskurve im hinteren Streckenteil ins Schwärmen: "Für meine Begriffe ist die schnelle Rechts womöglich eine der besten Kurven in der MotoGP. Man nimmt diese komplett blind und noch dazu geht's hier richtig den Berg hinab. In der Anfahrt ist man etwas verunsichert, da man sehr schnell ist, aber auch sicherlich ausreichend abgesichert, falls ein Fehler passieren sollte. Aber mit diesen Bikes macht diese Kurve unglaublich Spaß", sagte Hayden.

Abschließend kam er im Generellen auf den anspruchsvollen Sachsenring zu sprechen: "Diese Strecke hier ist auf keinen Fall einfach. Sie verlangt einem Fahrer alles ab. Vor einigen Jahren noch war der Rundkurs auch ziemlich strapaziös für die Reifen, aber dies ist mittlerweile mit dem neuen Asphalt nicht mehr so. Hier ist nicht das schnellste Bike gefragt, sondern man kann mit einem guten Setup sehr viel erreichen."

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