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Valentino Rossi fuhr mit einer Traumrunde zum dritten Mal 2009 auf Pole © xpb.cc

Valentino Rossi gelang im Sachsenring-Qualifying eine traumhafte Runde und deklassierte damit die gesamte Konkurrenz - Viele Stürze in Kurve acht

Das heutige Qualifikationstraining der MotoGP-Klasse zum Großen Preis von Deutschland fand bei regnerischen Verhältnissen statt. Der Sachsenring in Hohenstein-Ernstthal war während der gesamten 60 Trainingsminuten pitschnass, Regen prasselte unerbittlich auf den Asphalt und verhinderte ein Abtrocknen der Piste. Valentino Rossi schien von diesen Bedingungen am wenigsten beeindruckt zu sein und fuhr in seiner letzten Runde in sensationeller Manier auf die Pole-Position.

Dem Weltmeister gelang durch eine wahrhafte Traumrunde eine Bestzeit von 1:32.520 Minuten, womit er über 0,6 Sekunden schneller war als sein Teamkollege Jorge Lorenzo (1:33.160), der bis dahin die Spitzenposition im Zeitentableau einnahm und sich schlussendlich mit Startplatz zwei begnügen musste. Casey Stoner wurde am Ende Dritter (1:33.759) und verbrachte die letzten Minuten des Qualifikationstrainings in der Box, um dem Chaos der Schlussphase zu entgehen.

Zu Beginn der einstündigen Session ließen es die meisten Fahrer noch recht vorsichtig angehen und tasteten sich Stück für Stück an das Limit auf der komplett nassen Strecke heran. Die Zeiten purzelten munter, beinahe jeder Fahrer lag zu irgendeinem Zeitpunkt mal an der Spitze des Zeitenliste. Doch im Verlauf des Trainings stieg die Risikobereitschaft der Piloten - zahlreiche Stürze waren die Folge.

Als besonders gefährlich erwies sich die Kurve acht des Sachsenrings. Die schnelle Linkskurve, in der es zudem stark bergab geht, wurde beinahe dem halben Fahrerfeld zum Verhängnis. Toni Elias, Marco Melandri, Randy de Puniet, Alex de Angelis, Nicky Hayden, Niccolò Canepa und Loris Capirossi kam in dieser Kurve zu Sturz, die meisten per Highsider.

Am schlimmsten erwischte es Canepa. Völlig unvorbereitet wurde der Pramac-Pilot von einem quer durch die Luft fliegenden Hayden von seiner Ducati gerissen! Hayden war selber das Opfer eines Highsiders und wurde hoch durch die Luft von seinem Motorrad katapultiert. Dabei traf er Canepa, der etwas weiter außen durch die besagte Kurve fuhr. Beide Fahrer wurde samt ihrer Motorräder in die Air Fences an der Streckenbegrenzung geschleudert, überstanden den Crash aber wie durch ein Wunder unverletzt.

Hayden hatte zudem gleich doppelten Grund zur Freude. Trotz seines Sturzes landete er am Ende auf Platz vier, unmittelbar hinter seinem Teamkollegen (1:34.404). Damit gelang dem US-Amerikaner sein bislang bestes Qualifikationsresultat der Saison. Unmittelbar nach dem Training wurde außerdem gemeldet, dass auch alle anderen gestürzten Fahrer keine schwerwiegenden Verletzungen davongetragen haben.

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