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Will sich mit einem guten Start gleich nach vorne katapultieren: Colin Edwards © xpb.cc

Während sich Colin Edwards über seinen siebten Startplatz freut, ist James Toseland über Rang 14 maßlos enttäuscht

Die Streckenverhältnisse im Qualifikationstraining zum Großen Preis von Deutschland waren teilweise grenzwertig. Speziell in der letzten Viertelstunde der Session stand das Wasser in einigen Kurven sehr hoch auf dem Asphalt. Doch während die Yamaha-Werksfahrer Valentino Rossi und Jorge Lorenzo die ersten beiden Startplätze unter sich ausmachten, hatten die Piloten des Tech-3-Yamaha-Teams während der gesamten Trainingszeit hart zu kämpfen.

"Um ehrlich zu sein war es heute ganz schön anstrengend", sagte Colin Edwards anschließend. "Aber wenn man am Ende Siebter ist, werde ich mich nicht beschweren." Mit seiner Bestzeit von 1:34.607 Minuten war der 'Texas Tornado' nur 0,043 Sekunden von einem Platz in der zweiten Startreihe entfernt. Doch mehr war unter diesen Bedingungen offenbar nicht drin.

"Immer wenn ich das Gas etwas aufdrehte, wollte mich das Heck überholen. Dabei ist der Vorderreifen von Bridgestone einfach atemberaubend, mit dem kann man machen was man will. Wenn ich das Motorrad einfach in zwei Teile schneiden und dann nur mit den Vorderreifen fahren könnte, wäre das fantastisch. Aber sobald ich den Hinterreifen etwas beanspruche, rutscht er mir weg."

In Hinblick auf das Rennen sagte Edwards nach dem Qualifying: "Morgen dreht sich alles darum einen guten Start zu erwischen, denn man kann hier nur schwer überholen. Und der Start bestimmt in welcher Gruppe man mitfahren wird. Allerdings ist die neue Elektronik wirklich unglaublich. Ich will es nicht beschreien, aber meine Starts waren zuletzt phänomenal. Da muss ich mich bei Yamaha bedanken, denn die neue Elektronik hat mir da gewaltig weitergeholfen."

Im Gegensatz zu Edwards war Teamkollege Toseland nach der Qualifikation ziemlich frustriert. "Ich bin enttäuscht. Ich dachte, ich wäre gut gefahren. Wenn man dann in die Box kommt und sieht, dass man vier Zehntel von Platz sechs entfernt ist, ist das schwer zu verkraften", sagte der Engländer. "Wenn ich nicht gut gefahren wäre und nicht so viel gegeben hätte, wie ich gegeben habe, wäre ich nicht so frustriert."

Toseland fuhr die gesamte Qualifikation auf einem Satz Reifen. Dies führte dazu, dass ihm kurz vor Schluss, als es wieder etwas stärker regnete, nicht mehr die optimale Haftung zur Verfügung stand. "Anstatt hier als Sechster oder Siebter mit einem großen Lächeln im Gesicht zu sitzen und aufgrund eines guten Resultats zuversichtlich zu sein, bin ich 14. Und das macht das Rennen noch härter, da man hier kaum überholen kann."

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