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Marco Simoncelli sicherte sich am Sachsenring einen wichtigen Sieg © xpb.cc

Weltmeister Marco Simoncelli behält im Chaos am Sachsenring die Ruhe: Sieg vor Alex Debon und Alvaro Bautista

Das 250er-Rennen hatte für alle Zuschauer etwas parat: Spiel, Spaß und Spannung. Es begann jedoch zunächst mit Chaos. Direkt nach dem Start jagte das Feld in die erste Kurve. Dort riss Ratthapark Wilairot bei einem heftigen Highsider gleich Imre Toth, Jules Cluzel, Alex Baldolini und Valentin Debise mit ins Aus - Abbruch! Allerdings kamen die roten Flaggen nicht wegen des Unfalls, sondern wegen einer dicken Regenwolke, die sich über der Boxengasse entlud.

Um die Bedingungen abschätzen zu können, ließ man den Mannschaften fast eine halbe Stunde Zeit bis zum Neustart. Für die Piloten standen kniffligen Entscheidungen an. Ein Teil der Strecke war feucht, der Regen hatte sich aber schnell wieder verzogen. Konsequenz: Die meisten Bikes rollten auf Slicks zum Restart. Nur Karel Abraham hoffte auf mehr Wasser und blieb auf Regenreifen. Ein Fehler, denn es blieb fortan trocken. Der Tscheche gab entnervt auf.

Beim Start schoss sich zunächst Alex Debon nach vorne. Im Schlepptau hatte der Spanier den Weltmeister Marco Simoncelli. Die beiden konnten sich in der Folge deutlich absetzen, zur Rennmitte machte der Vorjahressieger dann kurzen Prozess. Simoncelli zog vorbei und gab die Führung schließlich bis ins Ziel nicht mehr ab. Ein wichtiger Erfolg für den Champion, der somit wichtige Punkte in der Gesamtwertung gutmacht.

Debon konnte sich unterdessen nur knapp auf dem zweiten Rang über die Linie retten. Hinter ihm hatte das schnelle Paket von Hiroshi Aoyama, Alvaro Bautista und Hector Barbera aufgeschlossen. Aus diesem Trio war der japanische Gesamtleader über weite Strecken am schnellsten, doch er musste sich im Kampf um den letzten Podestplatz Bautista geschlagen geben. Für Thomas Lüthi war nach einem guten Start letztlich Rang acht drin.

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