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Valentino Rossi feiert auf dem Sachsenring sein 101. Grand-Prix-Sieg © getty

Sachsenring-Sieger Valentino Rossi ist der Siegrekord nicht so wichtig. Ein Deutscher ist für ihn "die Überraschung der Saison".

Hohenstein-Ernstthal - Auf dem Sachsenring hat Valentino Rossi seinen 101. Grand-Prix-Sieg gefeiert (Nur Cortese hält sich schadlos).

Es fehlen also "nur noch" 21 weitere, um mit dem Rekordhalter Giacomo Agostini gleichzuziehen.

Diese Bestmarke hat Rossi zwar durchaus im Auge, allerdings hat er zunächst andere Ziele, wie er gegenüber 'Welt Online' sagte: "Die Weltmeisterschaft 2009 ist zum Beispiel wichtiger. Bis zu Agostinis Rekord würde es aber sicher noch drei Jahre dauern. Das ist ziemlich lange."

Wechsel in den Rallye-Sport

Rossis Vertrag bei Yamaha endet 2010, innerhalb dieser Zeitspanne wird er in dieser Statistik also kaum an seinem Landsmann vorbeiziehen. Könnte sich der Weltmeister einen Umstieg in den Automobilrennsport vorstellen? "Ja, ich mag ganz besonders Rallyes. Da könnte ich mir auch WM-Einsätze für Fiat vorstellen", so Rossi.

Einen Umstieg in die Formel 1 wird es aber wohl nicht geben, auch wenn Gerüchte diesbezüglich vor allem in der italienischen Presse nicht verstummen wollen. Zwar sei er bei seinem Formel-1-Test bei Ferrari 2004 schnell gewesen, "aber eben nicht schnell genug für einen echten Versuch. Von vornherein zu verlieren, das ist nichts für mich."

Ohnehin scheint Rossi der Motorradrennsport aus einem ganz bestimmten Grund besser zu gefallen: "Auf dem Motorrad treffe ich im Rennen alle Entscheidungen, bin auf der Piste allein. Boxenstopps, wo andere eingreifen können, gibt es nicht. In der Formel 1 sind viel mehr Personen am Gelingen beteiligt."

Tipps für deutsches Trio

Während in der Formel 1 deutsche Fahrer seit Jahren zum festen Inventar gehören und aktuell mit Sebastian Vettel sogar ein Pilot um den Weltmeistertitel kämpft, war bei den Motorrädern aus deutscher Sicht lange Jahre nicht viel los.

Doch nun treten mit Stefan Bradl, Sandro Cortese und Jonas Folger gleich drei talentierte Rennfahrer aus Deutschland in der 125er-Weltmeisterschaft an.

Wie schätzt der ehemalige 125er-Champion Rossi das Trio ein?

"Stefan Bradl hat schon WM-Rennen gewonnen, die beiden anderen stehen vielleicht kurz davor. In der 125er-Klasse lernt man, sich durchzusetzen. Folger ist sicher die Überraschung der Saison. Er hat noch etwas mehr Zeit zu lernen als Bradl und Cortese. Mein Rat: Alle drei sollen sich total auf den Sport konzentrieren."

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