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James Toseland weiß, wie es um seine Zukunftschancen in der MotoGP bestellt ist © xpb.cc

Tech-3-Fahrer James Toseland steht zur Saisonhälfte mit dem Rücken zur Wand und kämpft um seinen Verbleib im Satelliten-Team von Yamaha

Als zweimaliger Superbike-Weltmeister kam er in die MotoGP, doch auf den ganz großen Durchbruch wartet Yamaha-Fahrer James Toseland noch immer. Eigentlich wollte der Brite in dieser Saison mit starken Leistungen auf sich aufmerksam machen - wirklich überzeugen konnte der Tech-3-Pilot in den bisherigen neun Rennen aber noch nicht, was er auf seinen großen Testrückstand zurückführt.

In der Winterpause wurde Bridgestone zum alleinigen Reifenlieferanten der MotoGP bestellt. Während die anderen ehemaligen Michelin-Fahrer vor der Saison fleißig Testrunden drehten, war Toseland zum Zuschauen verdammt: Ein heftiger Sturz bei den Probefahrten in Sepang kostete den 28-Jährigen wertvolle Trainingszeit, ein weiterer Abflug in Jerez trug nicht gerade zur Besserung seiner Lage bei.

Toseland weiß: sein Platz wackelt

"Aufgrund meiner Verletzungen und der nicht vorhandenen Testmöglichkeiten in diesem Jahr war ich schon zu Beginn im Hintertreffen", hält Toseland rückblickend gegenüber der 'BBC' fest. "Durch die neuen Reifen hat sich das Setup des Bikes dramatisch verändert. Weil ich so viel Testzeit verpasst habe, muss ich in den Rennen einiges ausprobieren. Daher kommt auch diese Inkonstanz."

"Wir verändern einfach die ganze Zeit irgendwelche Dinge und testen neue Sachen. Das kann man sich im Prinzip nicht leisten", meint der frühere Superbike-Champion und merkt an: "In der MotoGP musst du schon am Freitag komplett bei der Musik sein und das gesamte Wochenende über am Ball bleiben. Du kannst diesen Jungs keinen Vorsprung lassen, aber leider habe ich ihnen genau diesen gewährt."

So bangt der britische Rennfahrer vor seinem Heimrennen in Donington um seinen Verbleib in der Königsklasse: "Ich brauche unbedingt ein gutes Ergebnis - unabhängig davon, wie enttäuschend das Jahr bislang gewesen ist. Ich fahre schließlich um meinen Job", wird der Youngster von 'MCN' zitiert. Und gäbe es einen besseren Ort für eine Kehrtwende, als das Heimspiel in Großbritannien?

Trendwende in Donington?

Wohl kaum. Doch 2008 war der Grand Prix für den Yamaha-Fahrer schon nach der ersten Kurve vorbei. In diesem Jahr soll alles anders werden. Toseland: "Ich kann es kaum erwarten, Wiedergutmachung für das vergangene Jahr zu betreiben. Außerdem will ich natürlich in der MotoGP bleiben. Ich denke nämlich, dass ich es verdient habe, hier zu sein", hält der 28-Jährige fest.

"Mein Potenzial habe ich noch nicht aufgezeigt, doch meiner Meinung nach verdiene ich es, bei den Besten der Besten zu sein", sagt Toseland. "Solange ich von den Herstellern nicht das bestmögliche Material bekomme, kann ich mich nur schwer in Szene setzen. Wenn ich aber nur eine Sekunde hinter Valentino zurückliege, dann weiß ich schon, dass ich mit meinem Paket gut unterwegs bin."

"Ich kann mich diesbezüglich nur mit Colin messen. In Deutschland hat er Rang neun belegt und ich wurde Zehnter. Wir haben unsere Möglichkeiten also vollkommen ausgeschöpft", meint Toseland - doch im teaminternen Duell steht es nach neun Rennen schon 83:45 für Edwards. Toseland ist also dringend gefordert, will er seinen Platz behalten. Für 2010 kennt er nur ein Ziel: "MotoGP mit Tech 3."

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