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Niccolò Canepa findet sich nach und nach besser in der MotoGP zurecht © Pramac

Die Pramac-Ducati-Mannschaft möchte sich beim Grand Prix in Donington verlorene Punkte vom Sachsenring zurückholen

"Ich bin in Deutschland fast verrückt geworden", gibt Mika Kallio vor dem Start ins Donington-Wochenende der MotoGP rückblickend zu. Der Finne musste sich verletzt durch ein Rennen quälen, welches gut begann, aber schon nach wenigen Runden mit abbauendem Vorderreifen zerstört war. "Ich war bereit, motiviert, hatte Schmerzen in der linken Hand und war trotzdem sicher, ein gutes Ergebnis holen zu können", so der frustrierte Finne.

Wegen der Probleme mit seinen Pneus landete Kallio schließlich hinter seinem Teamkollegen Niccolò Canepa - ein seltsames und seltenes Bild. "Man kann niemandem die Schuld geben. Alle machen mal Fehler", so der Finne, der sich in Donington als 250er-Pilot im Vorjahr den Sieg holte. "In Donington müssen wir konzentriert ans Werk gehen, um ähnlich konkurrenzfähig zu sein. Wir kennen unsere wahre Leistungsfähigkeit und wollen sie in England zeigen. Ich war hier in den kleinen Klassen gut und will das nun auch in der MotoGP beweisen."

Für Niccolò Canepa geht es in den vergangenen Wochen langsam, aber konstant bergauf. Der Italiener hat sich endlich an die Abläufe der Grand-Prix-Wochenenden gewöhnt, auch die Ducati GP9 gehorcht mehr seinen Befehlen. "Das Rennen in Deutschland betrachte ich als meinen persönlichen Saisonstart", erklärt der ehemalige Testpilot des Duvati-Werksteams. "Ich kannte die Strecke dort nicht und habe trotz eines heftigen Crashs am Samstag im Rennen eine gute Leistung gezeigt", erzählt Canepa stolz.

Die Voraussetzungen für das Rennen in Großbritannien seien ungleich besser: "Ich bin schon in Donington gefahren und habe auch dort gewonnen. Natürlich ist das jetzt nicht möglich, aber ich tue alles, um ein möglichst gutes Resultat einzufahren. Die klimatischen Verhältnisse in England kann man nie vorhersagen, aber in Deutschland haben wir bewiesen, dass wir bei allen Streckenzuständen konkurrenzfähig sein können."

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