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Daniel Pedrosa war am ersten Tag in Donington der schnellste Mann © xpb.cc

Dani Pedrosa setzt sich im ersten Freien Training in Donington an die Spitze - Casey Stoner und Valentino Rossi schnellste Verfolger

Die MotoGP-Stars machten zum Auftakt des Donington-Wochenendes typisch britische Erfahrungen mit dem Wetter. Pünktlich zum Start des ersten freien Trainings brachten dunkle Wolken neue Feuchtigkeit auf die Strecke, erst im Verlauf der Session setzte sich mehr und mehr die Sonne durch und die Piste trocknete wieder ab. Aus den schwierigen Bedingungen machte Dani Pedrosa das Beste.

Der Honda-Pilot hielt sich über weite Strecken des Trainings dezent zurück und bastelte am Regensetup seiner RC212V, doch kurz vor dem Ende schlug Pedrosa mit Slicks gnadenlos zu. In 1:38.627 Minuten sicherte sich der Laguna-Seca-Sieger die Freitagsbestzeit und unterstrich damit seine Ambitionen auf weitere Erfolge in der laufenden Saison.

Eine starke Vorstellung bot Casey Stoner (2./1:38.872). Der Australier fuhr auf nasser Strecke nach Belieben schnelle Runden. Dem Ducati-Star reichten gerade einmal 16 Umläufe, um sich weit vorne zu platzieren. Als am Ende alle Konkurrenten noch einmal einen Angriff mit Slicks fuhren blieb der Weltmeister von 2007 in der Box. Man darf von Stoner also sicherlich noch mehr erwarten.

Valentino Rossi (3./1:38.917) und Yamaha-Teamkollege Jorge Lorenzo (5./1:39.105) hielten sich bei der abschließenden Zeitenjagd zurück. Beide wollten nicht zu viel riskieren und gingen auf der britischen Strecke bislang nicht an ihre Grenzen. Andrea Dovizioso (1:39.069) unterstrich auf Platz vier die gute Form von Honda, auch Marco Melandri (6./1:39.130) gab eine weitere Empfehlung für einen MotoGP-Vertrag 2010 ab.

Enttäuschend war der Auftritt von Lokalmatador James Toseland. Der Tech-3-Yamaha-Pilot mühte sich mit aller Macht ab, doch am Ende reichte es in 1:40.522 Minuten nur zu Rang zwölf. Ein zwischenzeitlicher Austritt in den Kies zeigte deutlich, mit wie viel Einsatz der Brite um eine Vertragsverlängerung bei Tech 3 fährt. Kurz vor Schluss musste der Ex-Superbike-Champion seine Yamaha am Streckenrand abstellen. Das Benzin war ihm ausgegangen.

Wenig beeindruckend war wieder einmal die Suzuki-Vorstellung. Loris Capirossi fuhr in 1:40.419 Minuten auf Platz elf, Regenspezialist Chris Vermeulen (14./1:41.467) war noch deutlich weiter hinten. Ein strahlendes Gesicht konnte man am Ende der Session in der Scot-Honda-Box erkennen. Gabor Talmacsi zeigte in 1:40.850 Minuten auf Platz 13 eine gute Leistung. Der Ungar bereitete sich auf alle Eventualititäten vor: "Wir haben den schnellen Bikewechsel probiert, weil es am Sonntag ein Flag-to-Flag-Rennen geben könnte."

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