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Valentino Rossi holte kurz vor dem Ende der Session den Yamaha-Hammer heraus © Yamaha

Valentino Rossi schockt die Konkurrenz kurz vor dem Ende des Qualifyings: Pole-Position vor Dani Pedrosa und Jorge Lorenzo

Rund drei Minuten vor dem Ende des Qualifyings der MotoGP in Donington ging ein Raunen drch die Zuschauerränge. Valentino Rossi tauchte urplötzlich ganz oben in der Zetenliste auf, wie aus dem Nichts hatte der Champion fast eine Sekunde gefunden. Rossi hatte lange Zeit Abstimmungsarbeiten erledigt und es sich anscheinend auf Platz vier gemütlich gemacht. Nichts deutete darauf hin, dass der "Doktor" noch ernsthaft in den Kampf um die Pole-Position eingreifen könnte.

Doch wer Rossi unterschätzt, macht einen Fehler. Der Yamaha-Star holte sich weiche Reifen und brannte eine Runde in 1:28.116 Minuten auf die britische Bahn. Diese fantastische Rundenzeit konnte der Italiener im Anschluss nahezu noch einmal fahren. Dani Pedrosa (2./1:28.211), der das Klassement lange Zeit angeführt hatte, konnte ebenso wenig kontern wie Jorge Lorenzo (3./1:28.402). Der Spanier überzeugte jedoch mit einem bärtenstarken Longrun zu Beginn der Session. "Ich bin bestens für das Rennen gerüstet", so der Mallorciner voller Zuversicht.

Pedrosa kommentierte seinen zweiten Rang: "Mit dem letzten Reifensatz war ich nicht gut konzentriert. Die erste Reihe ist wichtig, die Pole-Position nicht allzu sehr. Im Rennen gibt es vielleicht anderes Wetter. Bei Regen haben wir hoffentlich ein gutes Setup." Valentino Rossi meinte: "Ich bin überrascht. Als ich den harten Reifen ausprobierte, kam ich auf keine guten Rundenzeiten. Wir haben dann am Setup gearbeitet. Als ich dann den weichen Reifen aufziehen ließ, lief es super. Morgen müssen wir mal schauen, wie das Wetter wird."

Viel Pech hatte Casey Stoner. Der Ducati-Pilot hatte früh eine gute Rundenzeit markiert, übertrieb es dann jedoch. Stoner rutschte in einer schnellen Rechtskurve über das Vorderrad in den Kies. "Man will hier immer enorm Druck machen, doch der Schlüssel zu einer guten Runde liegt eher in einer sauberen und ruhigen Linie", erklärte die amerikanische Legende Kevin Schwantz in die Kameras. Stoner kam mit der Ersatzmaschine nicht gut klar und wurde in 1:28.446 Minuten Vierter.

Die zweite Startreihe teilt sich Stoner morgen mit Andrea Dovizioso (5./1:28.778), der sienem Honda-Kollegen Pedrosa etwas näher auf die Pelle rücken konnte und mit Colin Edwards (6./1:28.865). In der dritten Reihe machen sich Marco Melandri (7./1:29.065) und Toni Elias (8./1:29.175) Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis. James Toseland besänftigte die heimischen Fans mit Rang neun.

Nicky Hayden (15./1:30.268) hatte im Qualifying herzlich wenig zu bestellen. Der Amerikaner machte phasenweise zu viel Druck und musste zwischenzeitlich druch den Kies fahren. Auch Gabor Talmacsi übertrieb es: Der Ungar (17./1:31.193) flog ab, verletzte sich aber nicht.

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