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Julian Simon feierte im Chaos von Donington seinen dritten Saisonsieg © Aprilia

Regen sorgt für Chaos und Abbruch im 125er-Rennen: Julian Simon kommt durch und sichert sich den Sieg - Alle Deutschen in der ersten Runde im Aus

Was für ein Wahnsinn in Donington: Die drei deutschen Piloten nach wenigen Metern raus, Marc Warquez wirft den sicheren Sieg in den Kies und wieder einmal darf Julian Simon feiern. Die Entscheidung über die Punktvergabe in Großbritannien fiel in einem Sprint über nur fünf Runden, nachdem die Jagd auf der feuchten Bahn zwischenzeitlich wegen Regens abgebrochen werden musste.

Der erste Teil des 125er-Rennens war zunächst von Chaos bestimmt. In der ersten Runde flog Andrea Iannone auf leicht feuchter Bahn mit einem wilden Highsider ab und torpedierte dabei Stefan Bradl, der anschließend an der Box aufgeben musste. Danny Webb warf sein Motorrad mitten auf die Strecke und riss Jonas Folger mit aus dem Rennen. Sandro Cortese fiel den chaotischen Zuständen ebenso zum Opfer - alle deutschen Piloten nach wenigen Metern raus!

An der Front boten sich insgesamt fünf Spanier ein turbulentes Rennen. Marc Marquez führte zwischenzeitlich ebenso für einige Runden wie Pol Espargaro, Julian Simon und Nicolas Terol. Auch Sergio Gadea mischte kräftig mit, doch flog der Aspar-Pilot bei stärker einsetzendem Regen ab. Auch Nicolas Terol musste früh aufgeben, da die Technik versagte. Als sich die Stürze häuften, brach die Rennleitung ab.

Nach rund 20-minütiger Pause hatten alle Piloten Regenreifen aufgezogen. Es kam zum großen Showdown über fünf Runden. Zunächst konnte sich Lokalmatador Bradley Smith in Führung schieben, doch der Brite warf sein Moped in den Kies. Anschließend führte Marc Marquez das Feld souverän an, doch auch der Spanier warf seinen sicher geglaubten ersten Grand-Prix-Sieg in die Wiese.

Somit war der Weg frei für Julian Simon, der sich in der letzten Runde locker an Simone Corse vorbeischob und seinen dritten Saisonsieg sicher über die Linie brachte. Scott Redding sorgte als Dritter für ein versöhnliches Ergebnis vor dem britischen Publikum. Hinter Nicolas Terol sammelten die Aussenseiter Takaagi Nakagami, Luis Salom und Lorenzo Zanetti viele Punkte. Dominique Aegerter landete auf Platz acht.

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