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Wichtige Punkte: Valentino Rossi fuhr trotz eines Sturzes noch auf Platz fünf © Yamaha

Yamaha erlebt einen ungewöhnlichen Renntag: Beide Stars stürzen - Jorge Lorenzo mit Nullnummer, Valentino Rossi Fünfter

Als sich beim Rennen in Donington zuerst Valentino Rossi an die Spitze setzte und später Jorge Lorenzo übernahm, gab es bereits große Hoffnung, dass sich wieder ein tolles Duell der beiden entwickeln könnte. Aber es kam bei schwierigen Bedingungen im britischen Regen ganz anders: Lorenzo warf sein Rennen mit einem Sturz weg, Rossi konnte nach einem Abflug wenigstens noch auf Platz fünf fahren.

"Als Jorge rausflog, war ich eigentlich auf dem Weg zum Sieg", so der Champion. "Im Nachhinein hätte ich Dovizioso vielleicht ziehen lassen sollen. Aber das war in dem Moment schwierig zu beurteilen. Im Regen mit Slicks zu fahren ist immer ein Risiko. In allen Linkskurven stand viel Wasser, daher kühlte die Reifenflanke dort extrem ab. Das war der Grund für meinen Crash. Zum Glück war meine Maschine kaum beschädigt."

"Insgesamt war meine Yamaha heute erstklassig, auch nach dem Unfall. Nach dem Abflug habe ich eine gute Aufholjagd gestartet", fasst der achtmalige Weltmeister zusammen. "Ich habe mich entschieden, weiter auf Slicks zu bleiben. Das Resultat sind heute elf Punkte, die wirklich Gold wert sind. Ich konnte trotz des Zwischenfalls meine Gesamtführung ausbauen. In der Sommerpause habe ich also einen guten Vorsprung. Ich gratuliere Dovi und auch Colin, der heute gefahren ist wie der Teufel."

Eine Miene wie ein Teufel zog Jorge Lorenzo nach dem Rennen: "Ich hatte einen guten Start und lag bequem in Führung. Leider habe ich am Ende der neunten Runde einen kleinen Fehler gemacht. Ich habe die weiße Linie am Curb getroffen. Ich konnte nichts machen, weil es extrem rutschig war. Mir ging es gut, daher wollte ich weiterfahren. Aber leider war mein Bike zu stark beschädigt."

"Ich bin natürlich traurig und enttäuscht", so Lorenzo weiter, "aber solche Gefühle helfen einem jetzt auch nicht weiter. Man muss aus solchen Fehlern lernen und nach vorne schauen. Valentino hatte Glück, denn er konnte weiterfahren. Es war anscheinend nicht mein Tag. Ich werde die Sommerpause jetzt trotzdem genießen und viel trainieren, damit ich in Brünn wieder voll angreifen kann."

"Ein verrückter Tag", so die kurze Bilanz von Lorenzos Teamchef Daniele Romagnoli. Und weiter: "Wir haben eine große Chance auf viele Punkte verpasst." Das Echo kam aus der Box von Rossi. "Auch wir haben eine große Chance ausgelassen, aber wir haben wenigstens noch viel aus den Problemen gemacht", so Davide Brivio, der für den Yamaha-Einsatz von Rossi zuständig ist. "Wir haben nun 25 Punkte, also eigentlich ein ganzes Rennen Vorsprung. Das ist ein wichtiges Polster."

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