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Im Rennen chancenlos: Casey Stoner traf eine falsche Reifenentscheidung © Ducati

Casey Stoner und Nicky Hayden haben sich gegen den Rat des Teams für Regenreifen entschieden: Ein großes Pokerspiel verloren

Nach mäßigen Leistungen im Qualifying am Samstag hatten Casey Stoner und Nicky Hayden für den Renntag Regen gewünscht. Den bekamen die beiden Ducati-Werkspiloten auch - allerdings zu wenig. Bei schwierigen Bedingungen verzockten sich die beiden Männer auf der GP9 und wählten beim Start Regenreifen. Sie waren damit auf verlorenem Posten. "Allen war klar, dass wir zuletzt im Trockenen Probleme hatten, daher ich habe ich für Regen gebetet", so Stoner nach dem Rennen.

"Es sah die ganze Zeit nach einem heftigen Wolkenbruch aus. Wäre der Regen heruntergekommen, dann hätten wir eine perfekte Situation gehabt", so der Australier, der am Ende auf Platz 14 landete. "Leider passierte es nicht und unsere Reifen waren ganz schnell hinüber. Die falsche Entscheidung also. In unserer Situation mussten wir dieses Risiko eingehen. Es hätte gut ausgehen können, aber nun sind wir natürlich enttäuscht."

"Es war ein großes Pokerspiel, dass sich nicht ausgezahlt hat", so Teamkollege Nicky Hayden, der ebenso wie Stoner schon vor Mitte des Rennens überrundet wurde. "Am Vormittag im Warmup hatten wir noch etwas verändert und ich hatte im Regen ein tolles Gefühl. In der Startaufstellung nieselte es und weil ich im Trockenen nie schnell war, musste ich dieses Spiel eingehen. Ich hatte nichts zu verlieren. Ich hatte Pech, es zahlte sich nicht aus."

"Es regnete zwar im gesamten Rennen, aber die Strecke war dermaßen warm, sodass es einfach nicht wirklich nass wurde. Das war ein Desaster für uns", so die Erklärung des Amerikaners. "Ich übernehme die volle Verantwortung für diese Entscheidung, denn es war mein Wunsch. Ich dachte: 'Lass es uns versuchen und eine Heldentat vollbringen'. Ich will nicht sagen, dass es ein Fehler war. Es war ein Spiel, das sich nicht bezahlt gemacht hat. Wir lernen daraus."

"Wir haben beide Fahrer rechtzeitig darüber informiert, dass alle anderen mit Slicks losfahren", brachte Ducati-Rennleiter Livio Suppo vor. "Wir haben ihnen auch gesagt, dass wir Slicks für die richtige Wahl halten. Aber die Piloten haben gemeint, es sei zu gefährlich. Letztlich haben wir uns auf den Instinkt unserer Fahrer verlassen. Wenn es heftig geregnet hätte, wären wir vielleicht die großen Sieger gewesen. Nun sind wir es nicht. Wir müssen das akzeptieren."

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