vergrößernverkleinern
Colin Edwards (l.) bei seiner beeindruckenden Aufholjagd in Donington © Suzuki

Platz zwei für Colin Edwards und Platz sechs für James Toseland bedeuten das beste Saisonresultat für das Tech-3-Yamaha-Team

Knapp 90.000 Zuschauer sahen heute in Donington Park ein äußerst unterhaltsames MotoGP-Rennen. Bis auf die Ducati-Werksfahrer waren alle Piloten auf Slicks gestartet - doch als es im Verlauf des Rennens immer stärker regnete, wurde es für die Fahrer immer schwieriger auf der Strecke zu bleiben. Die beiden Piloten des Tech-3-Teams meisterten diese Übung jedoch vorzüglich: Colin Edwards wurde Zweiter, James Toseland kam als Sechster ins Ziel.

"Das waren ziemlich intensive 48 Minuten", gab Edwards anschließend zu. "Noch am Start hätte ich niemals gedacht, dass ich heute auf dem Treppchen landen würde. Ich bin mir nicht sicher, was passiert ist, aber plötzlich kamen die Jungs von überall." Tatsächlich fiel Edwards zunächst von Platz sechs bis auf Rang 15 zurück.

Doch als sich Edwards auf die Bedingungen etwas gewöhnt hatte, kam er wesentlich besser in Fahrt holte immer weiter auf. "Sieben oder acht Runden vor Schluss hatte ich dann einige kritische Momente, da man kaum wusste, wo es regnete und wo nicht." Dennoch kam Edwards mit diesen schwierigen Verhältnissen am besten zurecht und holte kontinuierlich auf den zweitplatzierten Randy de Puniet auf, der seinerseits den Abstand auf Andrea Dovizioso verringerte.

"Ich habe gesehen, dass ich auf Randy sehr schnell aufschließen konnte und wir gerieten in einen tollen Zweikampf. Er war an manchen Stellen schneller als ich und ich war wiederum an anderen schneller als er. Glücklicherweise kam ich in der letzten Runde an ihm vorbei und konnte den Platz behaupten", freute sich Edwards.

Teamkollege Toseland wusste nach dem Rennen gar nicht, wo er mit seinen Schilderungen beginnen sollte. Zwar war er nicht ganz so schnell unterwegs wie Edwards, profitierte aber von den Boxenstopps einiger Konkurrenten und lag somit eine Runde vor Schluss auf dem fünften Platz. "Ich dachte schon, dass ich mein bestes MotoGP-Ergebnis einfahren würde. Das zu schaffen wäre vor meinem Heimpublikum ganz fantastisch gewesen", sagte der Engländer.

Doch Toseland hatte seine Rechnung ohne Valentino Rossi gemacht, der sich nach seinem Sturz wieder nach vorne kämpfte und den Briten zwei Kurven vor dem Ziel überholte. "In der Melbourne-Spitzkehre war er auf der Bremse einfach phänomenal. Und ich wollte nichts versuchen, das uns beide hätte rausreißen können", erklärte er abschließend.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel