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Stefan Bradl könnte in der kommenden Saison mit Kiefer in der Moto2 antreten © xpb.cc

Beim deutschen Grand-Prix-Team Viessmann Kiefer Racing laufen die Vorbereitungen für die Saison 2010 in der neuen Moto2-Klasse bereits auf Hochtouren

Günstiger und hochklassiger Rennsport mit Einheitsmotoren von Honda, Einheitsreifen von Dunlop und reinrassigen Prototypen-Fahrwerken verschiedenster Hersteller verspricht die neue Moto2-Klasse zu werden. Wenig verwunderlich, dass die Nachfolger der 250er-Zweitakt-Kategorie in aller Munde ist. Am meisten beschäftigt jedoch im Moment dieses Thema die Teamchefs. So auch Stefan Kiefer, Teammanager von Kiefer Racing.

Dem Teamchef von Stefan Bradl hetzte am vergangenen Rennwochenende in Donington Park ein dicht gedrängter Terminkalender. Dennoch nahm er sich Zeit, um 'Motorsport-Total.com' in die Pläne einzuweihen. "Wir haben für die Moto2-Klasse zwei Startplätze beantragt. Wobei wir aber bis jetzt nur einen Platz von der IRTA fix zugesagt bekommen haben", so Kiefer. "Unser Plan ist aber ein Team mit zwei Fahrern."

"Es ist aber noch bei weitem zu früh, um über Details zu reden", fährt er fort. "Zurzeit führen wir Gespräche mit allen Partnern und Sponsoren. Auch die Frage ist offen, mit welchen Chassis wir antreten werden." Diesbezüglich holt man bei Kiefer Racing Angebote von allen Anbietern ein. "Wir wollen in jeden Fall auch noch abwarten, was Aprilia auf die Beine Stelle wird, die ja auch mit einem Projekt in der Moto2 dabei sein werden."

In den Plänen von Kiefer Racing ist Stefan Bradl jedenfalls eine fixe Größe. Diesbezüglich stellt sich aber die Frage, ob man dem Vierten des Vorjahres noch für eine weitere Saison in der 125er-Klasse bleiben sollte. "Wir wollen in jeden Fall mit Stefan weitermachen", sagt Kiefer. "Aber wir überlegen noch, ob es sinnvoller wäre, mit ihm in der 125er-Klasse zu bleiben. Auch Stefan selbst denkt darüber nach, ob er 125er oder Moto2 fahren will. Vor allem müssen wir diesbezüglich auch auf die Sponsoren Rücksicht nehmen." Unabhängig von der Zusage eines zweiten Startplatzes für die Moto2 bleibt die 125er-Klasse bei Kiefer Racing aber nach wie vor ein Thema.

Abschließend kam Stefan Kiefer auch noch auf die bisher enttäuschend verlaufende Saison zu sprechen, indem er meinte: "Diese Saison spiegelt bei weitem nicht das wider, was wir erwartet haben. Von Zufriedenheit sind wir alle weit entfernt. Aber so ist es im Rennsport, wenn es mal nicht läuft, kommt auch noch Pech dazu. So wie in Donington Park, wo Stefan einen sehr guten Start hatte und dann abgeschossen wurde. Ich glaube, so weit vorne war er in dieser Saison noch nie. Aber wir hoffen natürlich, dass es ab Brünn besser wird."

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