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Jorge Martinez hat seine Teams in der Weltmeisterschaft gut aufgestellt © Aspar

Jorge Martinez hatte in Donington gleich zwei Gründe zum Feiern: 100. Grand-Prix-Sieg für seine Aspar-Mannschaft und MotoGP-Deal mit Ducati

Die Geschichte von Jorge Martinez im Grand-Prix-Sport könnte mittlerweile in mehreren Bänden als Buch verfasst werden. Der Spanier, der mit seinem Aspar-Team vor allem in der 125er-Klasse alle Gegner in den Schatten stellt, hat sich in den vergangenen 30 Jahren ein fast unvergleichliches Standing aufgebaut. Das vergangene Rennwochenende in Doningtn markierte auf dem erfolgreichen Weg im Motorradsport einen gewaltigen Meilenstein.

Julian Simon fuhr im kurzen Sprint der 125er-Klasse zum Sieg und brachte damit den 100. Grand-Prix-Erfolg für das spanische Team. "Es ist unglaublich", so Martinez. "Als ich 1979 in einer kleinen stadt in der Nähe von Valencia begonnen habe, wollte ich eigentlich nur Motorrad fahren. Ich hätte mir niemals vorstellen können, irgendwann einmal so weit zu kommen und nun drei Teams in der Weltmeisterschaft zu haben und 100 Siege, die mit meinem Namen verbunden sind."

Der viermalige Weltmeister aus Spanien ist mit seinem Team derzeit nicht nur in der nationalen spanischen Meisterschaft, sondern auch in der 125er- und 250er-Weltmeisterschaft erfolgreich am Start. Gerade in der kleinen Grand-Prix-Klasse sind seine drei Piloten derzeit kaum zu packen. "Es ist wie ein Traum. Ich muss mich bei allen Fahrern, Sponsoren, Mechanikern und allen anderen Beteiligten bedanken, die mir in den vergangenen 30 Jahren geholfen haben."

Die Siegesfahrt von Simon, die den 100. Erfolg einbrachte, sei "eine kluge Fahrt" gewesen, so Martinez. Der spanische Pilot hatte allerdings von den Stürzen seines Landsmanns Marc Marquez und seines Aspar-Teamkollegen Bradley Smith profitiert. In der 250er-Klasse hat Aspar-Pilot Alvaro Bautista immer wieder Honda-Mann Hiroshi Aoyama vor der Nase. Auch in Donington war dies der Fall. "Niemand hat vorher von Aoyama gesprochen, aber nun ist er der Mann, den es zu schlagen gilt", schätzt der Aspar-Teamchef.

"Hiroshi ist in Donington gut gestartet und konnte sich einen großen Vorsprung herausfahren. Alvaro hat auf Platz zwei einen tollen Job gemacht", so der 46-Jährige. Bautista wird für seine Leistungen vermutlich schon im kommenden Jahr belohnt. Mit größter Wahrscheinlichkeit wird der 250er-Pilot mit dem Team in die MotoGP aufsteigen und eine Kunden-Ducati fahren dürfen.

Der entsprechende Deal mit dem italienischen Werk wurde ebenfalls am Rennwochende in Großbritannien verkündet. Für Martinez geht damit ein Traum in Erfüllung: "Wir haben mit jahrelanger harter Arbeit die Basis dafür geschaffen. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind sicherlich zurzeit nicht perfekt, aber unser Team ist langsam und gesund gewachsen. Im kommenden Jahr wollen wir in der 125er-Klasse mitkämpfen, in der Moto2 zum Siegerteam werden und in unserem ersten MotoGP-Jahr in die Top 10 kommen."

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