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Dani Pedrosa will selbst entscheiden, was er in Zukunft macht © Honda

Dani Pedrosa betont, dass seine Zukunft nichts mit dem Vertragspoker von Jorge Lorenzo zu tun hat - Der steinige Weg zurück auf das Siegerpodest

Dani Pedrosa ist einer jener Piloten, der auf dem Fahrerkarussell für 2010 Platz genommen hat, denn sein Verbleib im Honda-Werksteam ist noch nicht sicher. Wie bei einigen Teams stocken bei Honda alle weiteren Planungen, so lange sich Jorge Lorenzo nicht entschieden hat, was er machen will.

Das bisherige Angebot seines aktuellen Arbeitgebers Yamaha war Lorenzo zu niedrig und es ist ein offenes Geheimnis, dass Honda um seine Dienste buhlt. Sollte der Spanier tatsächlich ins Honda-Werksteam wechseln, müsste dort ein Platz für ihn geräumt werden. Da Andrea Dovizioso als gesetzt gilt, müsste also Pedrosa gehen.

Doch Pedrosa selbst sieht sich nicht als jemanden, über dessen Zukunft entschieden wird - sondern als jemanden, der seinen weiteren Weg selbst plant. "Ich mache mir keine Gedanken darüber, was Herr Lorenzo macht. Er macht das, was er will oder was er kann", sagt Pedrosa im Interview mit 'gpone.com'.

"Meine Entscheidungen hängen davon ab, wie ich mich in meiner Situation fühle", betont der Spanier. "Wenn ich nicht zufrieden bin oder anderswo Chancen habe, kann ich versuchen, sie zu ergreifen. Das hat jedoch überhaupt nichts damit zu tun, was Lorenzo in Zukunft macht."

In den verbleibenden Saisonrennen will Pedrosa jedenfalls "Rennen für Rennen mein Bestes geben" und vielleicht noch den einen oder anderen Sieg einfahren: "Denn der erste Teil der Saison war weder für mich noch mein Team sehr gut."

Der Spanier musste schon im Winter durch Verletzungen herbe Rückschläge hinnehmen. Kaum hatte er sich wieder einigermaßen auskuriert, stürzte er erneut. Zudem war die Maschine nicht konkurrenzfähig genug. Nun aber fühlt sich Pedrosa wieder ganz fit und in Sachen Entwicklung wurden Fortschritte gemacht. Mit dem Sieg in Laguna Seca haben er und Honda sich eindrucksvoll zurückgemeldet.

"Das Schwierigste war, die Maschine nicht nur für eine Kurve, sondern auf eine ganze Renndistanz schnell zu machen", blickt Pedrosa zurück. Am Sachsenring hatte Honda einen neuen Motor im Gepäck, doch laut Pedrosa müssen Motor und Chassis eine perfekte Einheit bilden: "Und wenn man das eine weiterentwickelt, muss man auch das andere verbessern. Im Moment ist also alles neu. Und es fehlt uns da ein bisschen an Erfahrung."

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