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Michel Fabrizio soll für drei Rennen bei Pramac-Ducati in der MotoGP einspringen © Ducati

Nach zuletzt starken Leistungen in der Superbike-Weltmeisterschaft bekommt Michel Fabrizio seine nächste MotoGP-Chance: Kallio-Ersatz bei Pramac

Wegen der Erkrankung von Casey Stoner kommt es bei Ducati in den kommenden Wochen zu deutlichen Verschiebungen. Der Weltmeister von 2007 muss wegen seiner Erschöpfungszustände drei Rennen lang pausieren, im Werksteam wird er von Mika Kallio vertreten. Durch den Sprung von Pramac an die Seite von Nicky Hayden wird der Platz von Kallio im Satellitenteam für die drei Rennen in Brünn, Indianapolis und Misano frei.

Die Desmosedici GP9 von Kallio übernimmt Michel Fabrizio, der mit der italienischen Marke in der Superbike-Weltmeisterschaft engagiert ist. "Ich freue mich", meint der Italiener auf 'gpone.com'. "Als ich heute Vormittag um halb zehn den Anruf bekam, habe ich sofort zugesagt. Ich freue mich schon auf den Prototypen. Es ist nicht ganz klar, wie viele Rennen ich bestreiten werde. Wahrscheinlich kann ich Indianapolis fahren und dann ganz schnell zum Superbike-Wochenende an den Nürburgring reisen."

Am kommenden Wochenende wird Fabrizio erstmals auf der Kundenmaschine bei Pramac sitzen. "Ich bin schon ein wenig stolz", gibt der Ducati-Pilot zu. "Ich kann in Brünn ganz ohne Druck antreten. Wir waren kürzlich mit den Superbikes dort und es lief gut für mich. Ich habe diese GP9 noch nie ausprobiert. Ich möchte erst einmal den Freitag abwarten. Leider ist das Training nur eine Stunde lang." 2007 war Fabrizio bei einem Auftritt mit Gresini-Honda am Sachsenring Zehnter geworden.

Der Pramac-Ersatzmann war am Montagmorgen gerade auf dem Weg in einen Kurzurlaub, als er die Berufung ins Satellitenteam erhielt. "Das muss dann eben noch etwas warten", meint Fabrizio amüsiert. Ducati-Superbike-Chef Davide Tardozzi gab seine Zustimmung: "Meinen Segen hat er. Ich stelle mich sicher nicht quer, denn ich bin ein Teamplayer. Ich bin sicher, er legt eine gute Leistung hin. Natürlich kann er nicht unter die besten Vier fahren, aber zwischen Platz sechs und Rang zehn könnte er landen."

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