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Ben Spies will nach der Pause im Titelkampf noch einmal richtig attackieren © Yamaha

Ben Spies will ich bei den nächsten Rennen am Nürburgring die Tabellenführung holen, doch die Konkurrenz ist stark, nicht nur bei Ducati

Ben Spies genießt zwar gerade die Sommerpause in seiner texanischen Heimat, doch seine Gedanken kreisen um den Titelkampf in der Superbike-Weltmeisterschaft. Derzeit liegt der Yamaha-Shootingstar auf Gesamtrang zwei, sieben Punkte hinter Leader Noriyuki Haga und 46 Punkte vor dessen Ducati-Teamkollegen Michel Fabrizio. Dabei profitierte Spies davon, dass Haga in Donington und Brünn verletzt und außer Form war.

Doch der Titelkampf ist in diesem Jahr ein Wechselspiel, in dem jeder Beteiligte bisher seine guten und seine schlechten Rennen hatte. So kann man zwar auf der einen Seite sagen, dass Spies an Haga nur herankam, weil der Japaner angeschlagen war. Auf der anderen Seite läßt sich auch darüber spekulieren, wie viele Zähler der US-Boy wohl schon auf seinem Konto hätte, wenn er sich nicht zwischendurch so viele Nullnummern geleistet hätte. Die Gründe waren Stürze und technische Defekte.

So sieht es auch Spies selbst: "Normal müsste ich die WM jetzt anführen", wird Spies von 'Speedweek' zitiert. Zuletzt habe er Punkte auf Haga gutgemacht, aber nicht so viele, wie es hätten sein können. Im Titelkampf gibt sich der Amerikaner jedoch noch lange nicht geschlagen - schließlich sei er trotz der vielen Nullnummern immer noch im Rennen: "Ich weiß, dass mein Motorrad schnell ist und ich weiß auch, dass ich es bin. In der Tabelle stehe ich nicht da, wo ich sein müsste. Dass wissen auch Haga und Fabrizio."

Deshalb hat sich Spies vorgenommen, gleich in den ersten Rennen nach der Sommerpause zuzuschlagen: "Nach den Rennen auf dem Nürburgring würde ich mich in der Tabelle gerne ganz oben stehen sehen", lautet seine Kampfansage. Er unterschätzt seine Gegner jedoch nicht. So sei Haga schwer zu schlagen, wenn er wieder fit ist, weiß der US-Boy. Doch in den Ducati-Mannen sieht er nicht mehr die einzigen Konkurrenten im Kampf um Topplatzierungen und Punkte.

"Auch Aprilia hat aufgeholt. Zumindest in Brünn waren sie sehr schnell", so Spies. So habe er gemerkt, dass Max Biaggis Aprilia sehr reifenschonend "und das schnellste Motorrad im Feld war".

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