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Andrea Dovizioso wird am Wochenende mit neuer Schwinge fahren © Honda

Bei Honda lässt man für die verbleibenden sieben Saisonrennen nichts unversucht: Neues Chassis für Dovizioso, Test von Öhlins-Dämpfern

Zwei Siege aus den vergangenen drei MotoGP-Rennen belegen eindeutig, dass Honda im Konzert der Großen nach wie vor gut mitspielen kann. Dennoch sind die Titelchancen für Dani Pedrosa und Andrea Dovizioso in diesem Jahr sehr gering. Konsequenz: Die Honda-Werksmannschaft blickt nun teils schon auf 2010, die weitere Entwicklung der RC212V steht nun im Vordergrund.

Die ersten Schritte wurden bereits gemacht. In der Entwicklungsabteilung von HRC wurde an der Verbesserung der Schwinge gearbeitet. Andrea Dovizioso wird das neue Bauteil nicht erst am Montag beim Test einsetzen, sondern will bereits ab dem ersten Freien Training in Brünn damit ausrücken. "Wir wollen möglichst viele Informationen bekommen", kommentiert der Donington-Sieger, "und weil ich im Titelkampf nichts mehr zu melden habe, probieren wir nun möglichst viel aus."

Am Montag, dem letzten offiziellen Testtag der laufenden Saison, sollen beide Honda-Werkspiloten zudem Vergleichstests mit den aktuellen Showa-Dämpfern und den entsprechenden Bauteilen von Öhlins fahren. Die Testpiloten Tadayuki Okada und Kousuke Akiyoshi hatten bei Probefahrten in Japan beste Erfahrungen mit dem schwedischen Fahrwerk gemacht.

"Der Test ist eine gute Sache", meint Pedrosa gegenüber 'Motor Cycle News'. Und weiter: "Fast alle im Starterfeld fahren mit Öhlins, also warum sollten wir es nicht auch mal ausprobieren? Vielleicht können wir uns verbessern. Wenn ja, dann müssen wir eine Lösung finden." Fest steht offenbar, dass der Vertrag mit Showa einen schnellen Wechsel zu den Schweden nicht zulässt. Frühestens 2010 könnte man dauerhaft mit Öhlins fahren.

"Es wird sehr interessant zu sehen sein, ob wir uns mit den neuen Teilen verbessern können", meint Dovizioso. "Es ist toll, dass sich Honda für diesen Test entschieden hat, denn es zeigt, dass man sich unserer größten Probleme annimmt. Wenn man mit anderen Piloten über die Öhlins spricht, dann hört man von keinem einzigen etwas Schlechtes. Ich freue mich schon auf den Test." Im aktuellen Jahr haben sich die beiden Werksfahrer mehrfach darüber beschwert, dass sie die Einheitsreifen nicht richtig zum Arbeiten bekommen.

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