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Andrea Dovizioso und Dani Pedrosa bleiben bis 2011 beim Honda-Werksteam © Repsol

Honda verlängert die Verträge mit beiden aktuellen MotoGP-Piloten um zwei Jahre: Tetsuo Suzuki neuer HRC-Präsident - Kein Platz für Jorge Lorenzo

Im Spiel um die besten Plätze in der MotoGP 2010 sind die ersten wichtigen Würfel gefallen. Die Honda-Werksmannschaft bestätigte die beiden aktuellen Piloten Dani Pedrosa und Andrea Dovizioso für zwei weitere Jahre. "Wir haben grundsätzliche Einigung mit unseren Fahrern erzielt", gab der neue HRC-Präsident Tetsuo Suzuki bei einer Pressekonferenz in Brünn bekannt, "das ist zwar frühzeitig, gibt uns aber die beste Möglichkeit, uns auf 2010 zu konzentrieren."

Der neue HRC-Boss unterstrich, dass es im kommenden Jahr klares Ziel sei, die Weltmeisterschaft zu gewinnen: "Dieses Fahrerduo ist die bestmögliche Wahl für unser Werksteam." Die Vertragsverlängerungen mit Pedrosa und Dovizioso bedeuten gleichzeitig, dass für Jorge Lorenzo 2010 bei Honda kein Platz ist. "Und bei einem Satellitenteam können wir ihn nicht mit einer Werks-Honda bedienen", meinte Suzuki, der entsprechende Verhandlungen mit Lorenzo bestätigte.

Angeblich sind die Verhandlungen mit dem spanischen Yamaha-Youngster auch an finanziellen Forderungen von Lorenzo gescheitert. Sechs Maschinen seinen für 2010 bereits fix, bestätigte der Nachfolger von Masumi Hamane als Chef von HRC. Je zwei bekommen das Werksteam und Gresini, mindestens eine RC212V geht an LCR - die weitere Maschine wurde bislang nicht fix zugeteilt. Eine siebte Honda könnte sogar noch folgen, so Suzuki: "Ich würde das nicht ausschließen."

Auf Sponsorenseite wird sich bei der Honda-Werksmannschaft wohl kaum etwas ändern. Die Gespräche mit Hauptsponsor Repsol seien "sehr weit fortgeschritten", meinte Suzuki. Allerdings soll womöglich Pedrosa-Manager Alberto Puig etwas gebremst werden. Seine zukünftige Rolle müsse man überdenken, kündigte der HRC-Präsident an. Zurzeit konzentriert man sich bereits deutlich auf die Entwicklungsarbeit für 2010.

Am Montag sollen die Piloten erstmals ein Öhlins-Fahrwerk testen, außerdem wird man viele weitere neue Teile für das kommende Jahr ausprobieren. Gleichzeitig läuft die Vorbereitung des Moto2-Motors in Japan auf Hochtouren. "Die Motoren sind im Entwicklungsstadium", so Suzuki, der hinzufügte, dass das Triebwerk rechtzeitig fertig werde, sodass "den Teams ausreichend Zeit für Tests bleibt". Die Herstellervereinigung MSMA werde sich intensiv über den Vorschlag zum Einsatz von 1.000ccm-Motoren in der MotoGP auseinandersetzen, so der HRC-Boss.

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