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Nicolas Terol war in Brünn der Mann der Stunde und holte sich den 125er-Sieg © xpb.cc

Der Spanier Nicolas Terol hat das 125er-Rennen von Tschechien für sich entschieden und Julian Simon im Endspurt auf Rang zwei verwiesen

Es war das Rennen von Nicolas Terol (Aprilia). Der spanische Youngster ging schon beim Start in Führung und gab die Spitzenposition in den folgenden 19 Runden nicht mehr aus der Hand. Selbst die couragierten Versuche von Julian Simon (Aprilia) in der Schlussphase konnten Terol nichts mehr anhaben: Der 20-Jährige bewahrte einen kühlen Kopf und raste hauchdünn als Erster ins Ziel.

Nach einem solchen Durchmarsch hatte es zu Beginn aber noch nicht ausgesehen, denn unmittelbar nach dem Start zum WM-Lauf in Tschechien mussten die Piloten sich erst einmal ihre Positionen suchen. Terol ging in Front und verdrängte Andrea Iannone (Aprilia) von Spitzenplatz, den der Italiener durch seine Pole-Position inne hatte. Das Duo zog sofort davon und baute eine Lücke auf.

Schon nach wenigen Runden robbte sich Simon näher an die Führenden heran und machte das Duo zum Trio. Diese drei Piloten sollten das weitere Renngeschehen in Brünn bestimmen, denn sonst konnte kein 125er-Fahrer mehr das Tempo der Spitzengruppe mitgehen. Die vier deutschen Piloten schlugen sich indes ausgezeichnet im Verfolgerfeld hinter ihren drei schnellsten Konkurrenten.

Stefan Bradl (Aprilia), Sandro Cortese (Derbi), Jonas Folger (Aprilia) und Marcel Schrötter (Honda) erwischten nicht alle einen guten Start - vor allem Bradl und Cortese mussten in den ersten Runden einige Federn lassen. Folger und Schrötter kamen hingegen sehr gut zurecht und konnten sich gleich um einige Positionen nach vorne arbeiten. Dort warteten zahlreiche enge Zweikämpfe auf die Fahrer.

Auch an der Spitze war indes einiges geboten. Bradley Smith (Aprilia) setzte alleine zur Verfolgung des Spitzentrios an, das in den Schlussrunden doch noch auseinanderfiel. Erst musste Iannone abreißen lassen, dann machte Simon ernst: Der Spanier setzte sich auf den letzten Rennmetern hinter seinen Landsmann Terol, fand aber keinen Weg vorbei und musste sich mit Rang zwei zufrieden geben.

Hinter Iannone (3.) und Smith (4.) fegten schließlich Pol Espargaro, Cortese und Bradl über die Linie. Folger beendete sein Rennen nach einer starken Anfangsphase und einigen Schwierigkeiten gegen Rennende auf dem zwölften Rang - Schrötter holte sich Rang 13. In der Gesamtwertung führt Simon nun mit 174 Punkten vor Sergio Gadea (121), Terol (119,5), Smith (111,5) und Iannone (109,5). Die deutschen Piloten folgen auf den Rängen acht bis zehn: Cortese (65), Folger (58) und Bradl (53).

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