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Dani Pedrosa raste in Brünn als Zweiter ins Ziel, hatte aber keine Chance auf den Sieg © Bridgestone

Einerseits freut man sich bei Honda über Platz zwei von Dani Pedrosa, andererseits hätte man Andrea Dovizioso auch gerne auf dem Podium gesehen

Dani Pedrosa hätte in Brünn nur dann eine bessere Figur machen können, wenn die beiden Yamaha-Piloten nicht derart übermächtig agiert hätten. Dank des Ausrutschers von Jorge Lorenzo erbte der spanische Honda-Pilot noch den zweiten Rang, wohingegen Teamkollege Andrea Dovizioso unterm Strich mit Platz vier Vorlieb nehmen musste. Der Italiener verpasste das Siegertreppchen nur knapp.

"Ich habe da draußen wirklich alles gegeben und hatte in den Schlussrunden ein hartes Duell um den dritten Rang", so Dovizioso. "Schon beim Start versuchte ich, bei Dani und den Führenden zu bleiben, doch das war einfach nicht möglich." Stattdessen biss sich der Youngster an Toni Elias die Zähne aus: "Der Abstand zu Elias war immer gering und meine Geschwindigkeit war ähnlich."

"Aus diesem Grund war es sehr schwierig, ihn zu überholen. Zur Rennmitte habe ich es ohne Erfolg versucht. Gegen Rennende hat der Vorderreifen etwas nachgelassen und ich hätte einige Risiken eingehen müssen, um Toni zu überholen", sagt Dovizioso. Ich wollte unbedingt aufs Podium fahren, musste aber auch auf Capirossi hinter mir aufpassen, der ebenfalls Druck gemacht hat."

"Platz vier ist nicht schlecht, aber damit bin ich nicht zufrieden," hält der 23-Jährige fest und fügt an: "Am Montag haben wir einen Test. Dabei werden wir die Chance haben, unser Paket zu optimieren und auf die kommenden Rennen vorzubereiten." Teamkollege Pedroas ergänzt: "Für uns wird es wichtig sein, an unseren Baustellen zu arbeiten, damit wir wieder um den Sieg fahren können."

Das war in Brünn nicht möglich, auch wenn die ersten Umläufe durchaus vielversprechend waren: "Ich habe beim Start sehr hart gepusht, um bei den Führenden zu bleiben", meint Pedrosa. "In den ersten Runden ist mir das auch gelungen. Sie wurden dann allerdings in jeder Runde immer schneller. Obwohl ich das Maximum herausholte, konnte ich eine solche Geschwindigkeit am Sonntag einfach nicht mitgehen."

"Ich konzentrierte mich also darauf, keinen Fehler zu machen, weil ich sowohl vor als auch hinter mir eine große Lücke hatte", erläutert der Spanier. "Der zweite Rang ist ein gutes Ergebnis für mich und das Team. Wir wären allerdings gerne näher an der Spitze dran gewesen", sagt der aktuelle WM-Vierte abschließend. "Beide Fahrer mussten am Sonntag schwer kämpfen", so Teamchef Kazuhiko Yamano.

"Wir haben gemischte Gefühle, denn es wäre natürlich toll gewesen, beide Honda-Werkspiloten auf dem Podium zu sehen. Andrea hat Rang drei knapp verpasst und ist nun verständlicherweise etwas enttäuscht", gibt das Honda-Oberhaupt zu bedenken - Abhilfe sollen die Testfahrten schaffen. Yamano: "Am Montag werden wir mit Hochdruck daran arbeiten, die Lücke zu unseren Gegnern zu schließen."

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