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Mika Kallio machte auf der Werks-Ducati eine gute Figur, kam aber nicht ins Ziel © GEPA

Ohne Ex-Champion Casey Stoner, aber mit Nicky Hayden und Ersatzmann Mika Kallio riss Ducati in Brünn keine allzu großen Bäume aus

Beim Großen Preis von Tschechien trat Ducati in einer etwas anderen Besetzung an als zuletzt: Ex-Weltmeister Casey Stoner musste aus gesundheitlichen Gründen passen und so wurde kurzerhand Mika Kallio vom Pramac-Team als Ersatzfahrer für den Australier bestellt. Gemeinsam mit Nicky Hayden stand der finnische Rennfahrer gegen die übermächtige Konkurrenz aber beinahe auf verlorenem Posten.

"Wir haben höhere Ziele als das, doch der sechste Platz markiert zugleich mein zweibestes Saisonergebnis", so Hayden nach dem Rennen in Brünn. "Damit muss ich zufrieden sein. Nach dem Desaster von Donington ist das ein ordentliches Wochenende für uns. Das Team hat großartige Arbeit geleistet. Wir haben Fortschritte gemacht und das ist das Wichtigste, denn das Rennen war gewiss nicht einfach."

"Ich habe schon beim Start einige Positionen verloren, hatte allerdings eine gute erste Runde", sagt Hayden. "Zum Schluss wären sie beinahe über mich hergefallen, doch ich konnte mich in den letzten Kurven noch verteidigen und Rang sechs retten. Wir lagen nur vier Sekunden hinter dem Podium und bewegen uns offensichtlich in die richtige Richtung. Es ist derzeit nicht einfach, daher dürfen wir stolz darauf sein."

Auch Kallio darf stolz sein auf sein Werksdebüt in der MotoGP, machte eine gute Leistung aber noch durch einen Unfall zunichte. So verlor der Finne sichere Punkte. "Melandri hat ein Überholmanöver versucht, wo es einfach nicht geht", so Kallio. "Da haben sich unsere Wege gekreuzt" - in hohem Bogen flogen beide Crashbeteiligten von der Piste und lieferten sich sofort ein Wortgefecht im Kiesbett.

"Unterm Strich war es ein interessantes Wochenende", meint Kallio. "Mein Start war typisch für dieses Jahr: nicht gut und nicht schlecht. Ich konnte in der ersten Kurve meine Startposition in etwa behaupten. Obwohl ich mit der zweiten Gruppe mithalten konnte, war an Überholen nicht zu denken. Dafür fehlte es mit einfach an Vertrauen in die Front. Das braucht es, wenn du einmal später bremsen willst."

"Wir wussten, dass es ohne Casey sehr schwierig werden würde", so Teamchef Livio Suppo. "Insgesamt sind wir allerdings recht zufrieden mit diesem Wochenende. Sowohl Hayden als auch Kallio konnten eine tolle Geschwindigkeit vorlegen. Nicky verpasste das Podium nur knapp und Mika lag bis zu seinem Crash unmittelbar hinter ihm", so Suppo. "Beim Test werden wir uns dem Setup der GP9 widmen."

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