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Marco Melandri und Hayate probierten beim Test in Brünn neue Lösungen aus © Bridgestone

Trotz wechselhaften Wetters konnten der 26-jährige Marco Melandri und sein Hayate-Team in Brünn den Großteil der Testaufgaben abarbeiten

Einen Tag nach seiner ersten Nullnummer in der Weltmeisterschaft 2009 war Marco Melandri bei weitem wieder besser gelaunt. Der Rennunfall mit Mika Kallio war schnell vergessen, obwohl es für den Italiener doppelt frustrierend war, deswegen ein Top-10-Ergebnis zu versäumen und zum ersten Mal ohne Punkte nach Hause fahren zu müssen. Am Montag konzentrierte sich Melandri beim Test in Brünn voll und ganz auf seine Aufgabe, die neuen Fahrwerksteile zu erproben.

"Dieser Test ist gar nicht so schlecht verlaufen, auch wenn wir nicht unbedingt große Fortschritte erzielen konnten", meint der Fahrer des Hayate-Teams. "In erster Linie haben wir viele verschiedene Geometrie-Einstellungen ausprobiert. Solche Dinge an einem Rennwochenende zu testen wäre unmöglich."

Aber auch vom Werk wurden nach der Sommerpause neue Teile geliefert. "Es wurden einige Kleinigkeiten für das Chassis gebracht, damit wir auch in diesem Bereich stärker werden. Wir konnten mit diesen Teilen leichte Verbesserungen erkennen. Vor allem mit dem Fahrverhalten des Motorrades in den Kurven."

Wenngleich auch die kommenden Rennstrecken in Bezug auf ihr Layout sehr von Brünn unterscheiden, ist Melandri dennoch zuversichtlich, seinen Rhythmus in den kommenden Rennen steigern zu können. "Wir sind mit dem heutigen Tag einigermaßen zufrieden. Wie gesagt: Große Fortschritte konnten wir nicht erreichen - auch wegen dem unbeständigen Wetter -, aber vielleicht bringt uns dieser Test mit unserem Rennrhythmus weiter."

Offen ist jedoch, ob die neuen Teile und Verbesserungen bei den anstehenden WM-Läufen in Indianapolis und Misano zum Einsatz kommen werden. "Wir glauben schon, dass das alles kleine Verbesserungen ergeben wird, daher werden wir diese Änderungen wahrscheinlich in Indy und Misano zumindest im Training einsetzen", so Melandri.

Indiz für die Steigerung bei Hayate sind Melandris konstante Rundenzeiten beim Test, die im Bereich niedriger 1'58.1 lagen. Damit war er schneller als zuvor am Rennwochenende. "Meine schnellste Rundenzeit fuhr ich mit einem gebrauchten Reifen", sagt Melandri. "Damit will ich sagen, dass sich dies positiv auf unseren Rennspeed auswirken sollte. So gesehen bin ich zufrieden. Ich glaube, unser Paket ist mit einem guten Start jederzeit für Top-6-Platzierungen gut."

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