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Jonas Folger nimmt Kurs auf weitere Erfolge - und bleibt seinem Team treu © pacepix.com

Für den 16-jährigen Jonas Folger galt die Zielankunft von Brünn als Genugtuung, nachdem er zuvor zweimal ohne Zähler nach Hause reisen musste

Jonas Folger beendete die Hitzeschlacht von Brünn am vergangenen Sonntag auf Platz zwölf, nachdem er von dem für ihn enttäuschenden 18. Startplatz ins Rennen gegangen war. Über die gesamte Distanz von 19 Runden befand sich der Deutsche einmal mehr in prominenter Gesellschaft: Der Aprilia-Pilot kämpfte in seiner Gruppe recht wacker und ohne Respekt gegen seine Landsleute Stefan Bradl und Sandro Cortese - und auch gegen zweikampfstarke Fahrer wie Sergio Gadea, Marc Marquez und Joan Olive.

"Dieses Wochenende ist eigentlich ganz gut verlaufen", meint Folger rückblickend. "Nur mit dem Qualifikationstraining bin ich nicht zufrieden. Da habe ich etwas zu lange gewartet." Im Rennen ist jedoch der Vollblut-Racer in ihm wieder erwacht: "Der Start ist mir einigermaßen gut gelungen", sagt Folger. "Schon in den ersten Runden habe ich richtig Druck machen können und konnte auch in meiner Gruppe vorne mitfahren."

In der Hitze des Gefechtes wurde allerdings sein Hinterreifen zu arg in Mitleidenschaft gezogen: "Mein Problem waren zu viele Slides in der Anfangsphase des Rennens", erklärt der Nachwuchspilot. "Dabei wurde mein Reifen vorzeitig aufgebraucht." Nur einmal hat Folger im Zweikampf gegen seinen Rookie-Kollegen Johann Zarco den Kürzeren gezogen.

"Normal hätte ich mit meiner Gruppe bis zum Schluss mithalten können", so Folger. "Einmal drängte mich Zarco etwas zu weit ab und da war der Zug für mich abgefahren. Ich musste auf den Geraden darauf achten, den Windschatten meiner Vorderleute nicht zu verlieren - sonst hätte ich zu viele Meter eingebüßt", berichtet der Ongetta-Youngster.

Folger: Volle Konzentration auf das Rennfahren

Mit Platz zwölf und vier WM-Punkten zeigt sich der bodenständige Bayer dennoch zufrieden: "Mit meinem Rennen bin ich recht zufrieden. Überhaupt bin ich froh, wieder einmal ins Ziel gekommen zu sein." Für die kommenden Rennen in Indianapolis und Misano nimmt sich der momentane WM-Neunte eine kontinuierliche Steigerung und eine gründlichere Datenanalyse vor.

"Für mich wird es langsam Zeit, viel mehr mit dem Team zu arbeiten und auch vermehrt die Datenaufzeichnungen zu studieren. Auch in den Trainings muss ich versuchen, meine Zeiten alleine fahren zu können. Im Prinzip möchte ich aber an der Stelle weitermachen, wo ich jetzt gerade stehe", so der Neuling im WM-Zirkus der 125er-Kategorie.

Nach der Vertragsunterzeichnung für 2010 bei seinem jetzigen Ongetta-Team will sich Folger im Herbst einzig und alleine auf das Rennfahren konzentrieren: "Ich fühle mich irrsinnig erleichtert", so der Jungstar aus Mühldorf am Inn. "Man hat einen freien Kopf, weil man weiß, für nächstes Jahr ein Team zu haben. Man braucht sich keine Gedanken zu machen und kann sich auf das Wesentliche - das Rennfahren - konzentrieren."

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