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Alvaro Bautista und Jorge Martinez haben schon 2007 erfolgreiche Zeiten erlebt © Aspar

Alvaro Bautista und seine MotoGP-Entscheidung für Suzuki und gegen Aspar: "Ich wollte unbedingt in ein Werksteam"

Wenn Jorge Martinez mit seinem Team in die MotoGP geht, dann geht Alvaro Bautista mit. So lautete die logische Devise vor einigen Wochen. Doch nun ist nur ein Teil dessen Realität geworden. Aspar wird 2010 eine Kunden-Ducati in der Königsklasse einsetzen, doch im Sattel wird Hector Barbera sitzen. Bautista hat unterdessen das große Los für Rookies gezogen. Der 250er-Titelaspirant wird 2010 für Suzuki im Werkseinsatz sein.

Die neue Rookie-Regel in der MotoGP gilt für Suzuki nicht, da die Japaner mit Sitz in Großbritannien keine Kundenbikes an Satellitenteams vergeben. "Am Ende gab es die zwei Optionen Aspar und Suzuki", beschreibt Bautista auf 'motogp.com'. Er habe nach der Bekanntgabe des Aspar-Aufstiegs mehr Details zu deren MotoGP-Programm erfahren und anschließend abgewogen. "Eine schwierige Entscheidung", so der Spanier, "aber Suzuki ist ein Werksteam. Aus sportlicher Sicht wollte ich dorthin. Daher habe ich mich so entschieden."

"Ich weiß noch nicht, was ich mir im kommenden Jahr für sportliche Ziele stecken kann", so Bautista weiter. Er wolle sich nun zunächst voll auf den Titelkampf in der 250er-Klasse konzentrieren. Dort liegt er zurzeit mit zwölf Punkten Rückstand auf Hiroshi Aoyama auf Platz zwei. "Alles wird neu sein für mich. Ich werde mit neuen Leuten arbeiten, die fast alle aus England kommen. Bisher hatte ich es mit Spaniern und Italienern zu tun. Hinzu kommt, dass die Maschine mir völlig neu ist."

Er werde die Saisonvorbereitung möglichst intensiv nutzen, um die große Umstellung zu schaffen. Fraglich ist derzeit noch, wer 2010 sein Teamkollege bei Suzuki sein wird. Vieles deutet auf Loris Capirossi hin, der angeblich schon in Indianpolis unterschreiben soll. "Wenn Loris bleibt, dann wäre das klasse", so Bautista. "Er ist Italiener, ist mir charakterlich sehr ähnlich, er hat Erfahrung, ist nett und kann mir sicherlich viel helfen."

Die weitere Saison in der 250er-Klasse könnte für den Spanier nicht ganz einfach werden. Immerhin gab er seiner aktuellen Aspar-Mannschaft einen unerwarteten Korb. "Sie haben mich verstanden, aber sind mit meiner Entscheidung nicht einverstanden. Jorge Martinez wollte mich nach vier gemeinsamen Jahren in den kleinen Klassen auch in der MotoGP auf dem Bike haben. Sie respektieren meinen Entschluss allerdings", meint Bautista.

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