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Casey Stoner ist 2009 von seinem eigenem Körper besiegt worden © xpb.cc

Yamaha-Crewchief Jeremy Burgess versteht, dass Titelkonkurrent Casey Stoner eine ausgedehnte Zwangspause machen will und wohl auch muss

Schon Monatelang schleppte sich Casey Stoner mit seiner Krankheit herum und war vor diesem Hintergrund nicht imstande, das letzte Prozentpünktchen Leistungsfähigkeit zu liefern, welches nötig ist, um einen Mann wie Valentino Rossi zu schlagen. Die in Brünn eingeläutete Zwangspause ist der einzige Ausweg für Stoner, um möglichst schnell wieder "ganz der Alte" zu werden. Jeremy Burgess, der Crewchief von "Doctor" Rossi hat Verständnis für den australischen Konkurrenten.

"Ich bin nicht überrascht, dass er aufgehört hat, weil ich es etwas anders sehe. Denn sofern es keine Anzeichen gab, dass sich an seinem Zustand etwas verbessert, wäre es absolut sinnlos gewesen, nur mit halber Kraft weiterzumachen", erläutert Burgess gegenüber 'Motor Cycle News'. "Er ist ein Siegertyp, der immer gewinnen will. Durch die Auszeit kann er sich erholen, zu 100 Prozent fit wieder zurückkommen und weiter Rennen gewinnen.

"So wird er mehr mitnehmen können, als in den nächsten paar Rennen nur ein paar Pünktchen aufklauben zu können. Oftmals sehen wir, wie ein verletzter Fahrer weiter fährt, wohingegen ihm eine kleine Pause beim Comeback eine wesentlich größere Punkteausbeute und mehr Erfolg einbringen könnte."

"Das Gesamtresultat ist im Endeffekt dasselbe", so Rossis Mastermind. "Anstatt zweimal Achter zu werden lässt man diese Rennen eben aus und holt sich frisch gestärkt beim Comeback einen Podiumsplatz, der immerhin 16 Punkte einringt." Der Titeltraum dürfte für Stoner hingegen ausgeträumt sein.

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