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Auf die Techniker von Bridgestone warten in Indy spezielle Herausforderungen © Bridgestone

Zehn Links- und sechs Rechtskurven: Reifenausrüster Bridgestone reagiert auf das Layout des Brickyard und bringt asymmetrische Hinterreifen mit

Der Indianapolis Motor Speedway hat seine ganz eigene Charakteristik: Der Brickxard verfügt über zehn Links- aber nur sechs Rechtskurven. Deshalb bringt Reifenausrüster Bridgestone wieder asymmetrische Hinterreifen mit in die USA. Insgesamt stehen den MotoGP-Teams in Indy Vorderreifen in den Mischungen medium und hart sowie Hinterreifen in den Mischungen hart und asymmetrisch extra-hart zur Verfügung.

Nicht nur das Ungleichgewicht zwischen den Kurven stellt die Reifentechniker vor eine Herausforderung. Der Asphalt auf dem Brickyard gilt als reifenmordend, deshalb ist bei den Pneus Langlebigkeit gefragt. Da viele Kurven im ersten und zweiten Gang gefahren werden, spielt auch die Bremsbalance eine große Rolle.

"Indianapolis vereint eigentlich drei Strecken in einer", erklärt Bridgestone-Entwicklungschef Tohru Ubukata. "Der erste Abschnitt ist auf MotoGP-Bikes ausgelegt, das Infield ist gedacht für die Formel 1 und dazu kommt das traditionelle Oval. Deshalb gibt es auf einer Runde mehrere Änderungen der Oberflächenbeschaffenheit. Generell ist die Strecke recht aggressiv zu den Reifen, allerdings ist der Abrieb wegen der Oberflächenwechsel unterschiedlich groß. Unsere Reifen müssen also vielen verschiedenen Bedingungen gewachsen sein."

"Im Infield folgen mehrere langsame Kurven aufeinander, danach muss beschleunigt werden. Zudem werden wegen einer extremer Bremspunkte auch die Vorderreifen sehr beansprucht", fährt Ubukata fort. "Wir haben entschieden, asymmetrische Hinterreifen mitzubringen, weil die linke Seite der Reifen wesentlich stärker beansprucht wird als die rechte Seite - es gibt mehr Linkskurven und generell sind die schnellsten Kurven Linkskurven."

Bridgestone-Motorsport-Manager Hirshi Yamada ergänzt: "Bridgestone verfügt dank des Engagements in der IndyCar-Serie und der Formel 1 über sehr viel Erfahrung in Indianapolis. Zudem hat dort Valentino Rossi im vergangenen Jahr mit unseren Reifen die MotoGP-Premiere gewonnen. Die Bedingungen beim ersten Rennen in Indianapolis war sehr schwierig, denn Hurrikan Ike hatte viel Sturm und Regen mitgebracht. Deshalb hoffen in diesem Jahr alle auf ein aufregendes Rennen bei normalem Wetter."

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