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Casey Stoner hadert mit der Ungewissheit, was ihm eigentlich fehlt © xpb.cc

Casey Stoner hadert mit der Situation, nicht zu wissen, was mit ihm los ist - Rückkehr erst dann, wenn er dazu wieder die nötige Energie hat

Während der MotoGP-Tross an diesem Wochenende in Indianapolis wieder über die Piste jagt, ist Casey Stoner weiter zum Zuschauen verdammt. Der Ducati-Pilot versucht weiter, sich in seiner Heimat Australien von seiner mysteriösen Krankheit zu erholen. Sein Ziel ist, beim Grand Prix von Portugal Anfang Oktober ins Geschehen einzugreifen. Aber die Ursache für seine Probleme ist nach wie vor ein Rätsel. Und diese Situation macht dem 2007er-Weltmeister am meisten zu schaffen.

Solange nicht geklärt ist, woran der Australier leidet, wird wild spekuliert. Es ist sogar von einem Burn-Out-Syndrom und einem möglichen Karriereende des erst 23 Jahre alten Ducati-Piloten die Rede. Doch davon will Stoner nichts hören: "Ich möchte gern noch ein paar Jahre lang fahren", sagte er dem italienischen Magazin 'MotoSprint'.

Doch er will in Sachen Comeback nichts überstürzen: "Ich werde erst dann zurückkommen, wenn ich dazu wieder die nötige Energie habe. Das Ziel bleibt, in Portugal wieder anzutreten." Diese Energie hat ihm seit vielen Wochen gefehlt. "Ab einem gewissen Moment habe ich mich ganz schrecklich gefühlt", schilderte Stoner. "Ich habe mich so anfällig gefühlt und dachte, dass ich etwas dagegen unternehmen muss."

"Es war für mich ganz schwer zu verstehen, warum ich in den Rennen auf meinem Bike bis ans Maximum gepusht habe, aber nichts dagegen tun konnte, dass ein enttäuschendes Ergebnis dabei herauskam. Ein Ergebnis, das meinem eigentlichen Niveau nicht entspricht", so Stoner.

Die einzige Lösung sei gewesen, dass er sich kurzfristig, aber komplett, aus dem Renngeschehen verabschiedet. "Die Desmosedici ist in der Lage zu gewinnen, ich nicht", seufzte Stoner. "Das ist nicht schön für mich, für das Team, für Ducati." Am meisten hadert der Australier mit der Ungewissheit: "Ich kann mit Unfällen bestens umgehen. Aber ich kann nicht mit etwas umgehen, das ich nicht kenne. Ich habe meinen Körper über das Limit gepusht. Es wurde einfach alles zu viel, um sich in kurzer Zeit wieder davon zu erholen."

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