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Kevin Schwantz rechnet mit einem spannenden WM-Kampf in der MotoGP © Suzuki

Ex-Champion Kevin Schwantz rechnet weiterhin mit Herausforderer Jorge Lorenzo, hält Valentino Rossi aber für einen abgebrühten Rennfahrer

Die MotoGP-Saison 2009 geht langsam aber sicher in die entscheidende Phase - und alle Trümpfe liegen derzeit bei Valentino Rossi. Der Yamaha-Fahrer muss im Jahresendspurt nur einen WM-Gegner fürchten, doch der sitzt im eigenen Team: Jorge Lorenzo fordert das Aushängeschild der MotoGP heraus, beging bei den jüngsten Rennen aber auch einige Fehler, die viele Punkte kosteten.

Der frühere Motorrad-Weltmeister Kevin Schwantz glaubt aber nicht, dass der junge Spanier so schnell aufstecken und sich geschlagen geben wird: "Lorenzo ist in meinen Augen ein zu großer Konkurrent, als dass er schon aufgibt, obwohl er noch mathematische Chancen auf den Titel hat", so der US-Amerikaner. "Mir war schon klar, dass Lorenzo in diesem Jahr besser sein würde als noch 2008."

Doch just in Großbritannien riss beim 22-Jährigen der Erfolgsfaden abrupt ab: "Keine Ahnung, ob ich damit einen Fluch heraufbeschworen habe, aber bei einem Interview vor dem Start in Donington habe ich noch seine ausgezeichnete Konstanz gelobt", so Schwantz. "Prompt folgten zwei Rennen, in denen er in Bodenkontakt hatte. Dabei hat er wohl jeweils 25 Punkte verschenkt."

Durch die magere Ausbeute in den beiden vergangenen MotoGP-Rennen muss Lorenzo nun einen Rückstand von 50 Punkten wettmachen, will er Teamkollege Rossi in der Gesamtwertung wieder einfangen. Gefahr von hinten droht dabei nicht, meint Schwantz: "Meiner Meinung nach haben die beiden Yamahas im Augenblick einen Leistungsvorteil. Ich bin mir aber nicht so sicher, was es ist."

"Die beiden werden das Rennen wohl unter sich ausmachen, wobei hin und wieder ein anderer vorne mitmischen kann. In Indianapolis werden Nicky und Colin sicherlich sehr stark sein", vermutet der ehemalige Rennfahrer und fügt an: "Das Maß aller Dinge ist aber noch immer die 46", sagt Schwantz - und das nicht nur, weil Rossi derzeit überlegen an der Spitze der Fahrerwertung zu finden ist.

"Keine Ahnung, ob er einfach nur mental Oberwasser hat. Als ich die Trainings in Donington und Brünn verfolgt habe, konnte ich sehen, dass Lorenzo sanft und konstant schnell zu Werke ging. Rossi hat hingegen die Fähigkeit, am Sonntagnachmittag noch einmal aufzudrehen", erläutert Schwantz abschließend. "Für Lorenzo war das an den beiden vergangenen Wochenenden letztendlich fatal."

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