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Valentino Rossi will sich in Indianapolis in der Gesamtwertung noch weiter absetzen © xpb.cc

Während Yamaha bereits mit den Vorbereitungen auf 2010 beginnt, sieht Favorit Valentino Rossi nur die kommenden sechs MotoGP-Rennen

50 Punkte Vorsprung bei noch sechs ausstehenden Saisonrennen. Die Ausgangslage für den Gewinn des neunten Titels ist für Valentino Rossi bestens. Aber dennoch bleibt der Yamaha-Star wachsam: "Wir arbeiten zwar am nächstjährigen Bike, aber das hat zur Konsequenz, dass wir von nun an bis zum Saisonende mit dem gleichen Motorrad fahren müssen. Wir müssen uns ab sofort auf die restlichen Rennen konzentrieren. Sechs Rennen sind noch ein weiter Weg."

"Erst am Dienstag nach Valencia werde ich wieder im Hinblick auf 2010 testen", sagt der Italiener. Nach dem vergangenen Rennen in Brünn probte man mit einem neuen Chassis. "Ich hatte auch einen anderen Motor, der ab 2010 mehr Laufleistung vertragen soll. Wir haben einige Daten gesammelt und auch die Rundenzeiten waren nicht schlecht."

Rossi ermahnte sich und sein Team zur Konzentration auf die aktuellen Aufgaben. Allerdings hat er Verständnis für den Entwicklungsfahrplan des japanischen Werksteams. Es sei nachvollziehbar, dass sich Yamaha nun schon um die Technik für 2010 kümmere, denn aufgrund nur weniger Wintertests bleiben nur wenige Chancen zur Entwicklung. "Sonst könnte es so ausgehen wie in der Formel 1", mahnt Rossi mit Blick auf die Probleme der Favoriten zu Beginn der neuen Formel-1-Saison.

"Ferrari und McLaren haben im vergangenen Jahr im Kampf um die Weltmeisterschaft immer weiter am aktuellen Fahrzeug entwickelt. Letztlich hat ihnen das einen Rückstand für dieses Jahr eingebrockt", meint der "Doktor" und fügt hinzu: "Wir bei Yamaha machen immer kleine Schritte. Wir finden immer wieder neue Kleinigkeiten und gehen dabei immer in die richtige Richtung. Trotzdem sollten wir uns nun darauf besinnen, in diesem Jahr noch mehr Siege und den Titel zu holen."

Schon beim kommenden Rennen an diesem Wochenende in Indianapolis möchte der amtierende Champion seinen Vorsprung in der Gesamtwertung weiter auszubauen. "Das ist eine tolle Strecke, mit sehr viel Tradition. Es gibt viel Grip hier, wenn auch die Kurven manchmal etwas seltsam sind, weil man andersherum fährt als die Formel 1. Wir waren aber im vergangenen Jahr im Trockenen wie im Nassen schnell. Wir sind also bereit."

Auch teamintern kehrt wieder mehr Ruhe ein, seit Jorge Lorenzo seinen Verbleib bei Yamaha bestätigte. "Es gab so viele Gerüchte über Jorges möglichen Wechsel zu Honda oder Ducati", meint Rossi. "Wenn Jorge gewechselt wäre, dann hätte das einige Verschiebungen nach sich gezogen. Das hätte interessant sein können. Aus meiner Sicht hat er sich aber richtig entschieden. Unser Bike ist vielleicht nicht auf den Geraden das schnellste, aber in den Kurven extrem stark. Wir haben ein gutes Setup und arbeiten alle gut zusammen."

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