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Ruben Xaus folgt dem Rat seines Arztes und verzichtet auf den Start in der Eifel © BMW

Auf Anraten seiner Ärzte lässt Ruben Xaus die Heimrennen von BMW auf dem Nürburgring aus - Richard Cooper gib sein Debüt in der Superbike-WM

Bei der elften Runde der Superbike-Weltmeisterschaft auf dem Nürburgring in Deutschland zeigt sich ein neues Gesicht im Team BMW Motorrad Motorsport. Da Ruben Xaus auf Anraten seiner Ärzte die Rennen am kommenden Wochenende nicht bestreiten wird, erhält der junge Brite Richard Cooper die Chance, zusammen mit Troy Corser zu fahren. Der 26-jährige Cooper fuhr in dieser Saison in der britischen Superstock 1000 Meisterschaft und ließ bei einem Gaststart in der Britischen Superbike Meisterschaft sein Können aufblitzen, als er das Rennen über drei Runden anführen und am Ende mit einem hervorragenden fünften Platz abschließen konnte.

Für BMW ist er kein Unbekannter, bewegte er im vergangenen Jahr doch die BMW HP2 Sport in der Endurance-Weltmeisterschaft und nahm in der Vergangenheit regelmäßig am BMW Boxer Cup teil. Vor kurzem testete er die S 1000 RR zwar auf dem EuroSpeedway Lausitz, doch wird er auf dem Nürburgring sein erstes Rennen zur Superbike-Weltmeisterschaft bestreiten.

"Es ist eine große Ehre für mich, dass mich das Team als Ersatz für Ruben verpflichtet hat, und ich werde mit Sicherheit mein Allerbestes geben", verspricht Cooper. "Damit wird ein Traum wahr, wenngleich ich mir natürlich keine Illusionen darüber mache, welche großen Aufgaben an diesem Wochenende auf mich warten. Ich bin nie zuvor auf dem Nürburgring gefahren, aber wenigstens konnte ich die Rennversion der S 1000 RR vorher testen und weiß schon etwas über sie, bevor ich auf meine ersten Runden gehe."

"Meine ersten Eindrücke vom Motorrad waren sehr gut, und ich war überrascht, wie harmonisch sie sich anfühlt und wie gut die Leistungsabgabe ist", berichtet der Brite. "Von Seiten des Teams stehe ich an diesem Wochenende unter keinerlei Druck, und alles was man von mir möchte ist, das Motorrad zu fahren und die Erfahrung zu genießen. Körperlich sind Ruben und ich völlig verschieden - ich bin sehr viel kleiner und leichter - und so gilt es zunächst, das Motorrad auf mich abzustimmen. Es ist nicht besonders schön, in irgendjemandes Schuhe zu schlüpfen, und so wünsche ich Ruben eine schnellstmögliche Genesung, wenngleich es für mich natürlich eine großartige Gelegenheit ist, aus der ich das Beste für mich machen möchte."

Xaus konzentriert sich auf Imola

Xaus bekam gestern von seinem Arzt den Rat, am Nürburgring nicht zu fahren. "Dieses eine Mal in meinem Leben bin ich vernünftig und befolge, was der Arzt sagt", so der Spanier. "Es war ohnehin schwierig, fit genug für das Rennen auf dem Ring zu werden, und obgleich meine Physiotherapie und Rehabilitation größere Fortschritte als erwartet macht, denke ich, dass die Entscheidung, hier nicht zu starten, die richtige war. Ich habe keine Lust, an den Nürburgring zu kommen, um dann mit 80 Prozent zu fahren."

"Ich gehe nach wie vor an Krücken und darf mein rechtes Bein nicht voll belasten, und so ist es besser, dieses Mal noch auszusetzen, da ich dann weitere drei Wochen bis zum Rennen in Imola Ende September habe, um dort dann wesentlich besser bei Kräften zu sein", erklärt der Spanier. "Es wäre ein absolutes Desaster, wenn ich an diesem Wochenende fahren und mich nochmals verletzen würde, wenngleich ich natürlich am allerliebsten aufs Motorrad sitzen würde - gerade auch, weil es für das Team das Heimrennen ist. Ich wünsche dem Team für dieses Wochenende das Allerbeste und hoffe, dass Richard gut fährt und ihm die Sache Spaß macht."

Teamkollege Corser mag den Nürburgring, der in der Vergangenheit immer ein gutes Pflaster für ihn war. "Und nach den letzten Tests sowie den Rennen in Brünn bin ich für das kommende Wochenende wirklich zuversichtlich", betont er. "An diesem Wochenende wird viel Interesse und Aufmerksamkeit auf uns liegen, denn schließlich ist es für unser Team das Heimrennen, bei dem wir unseren Fans und unseren Sponsoren natürlich eine gute Leistung zeigen wollen."

"Es ist sehr schade, dass Ruben an diesem Wochenende nicht fahren kann, aber ich bin sicher, dass es die richtige Entscheidung ist", so Corser. "Für ihn ist es weitaus besser, dann zurückzukehren, wenn er wieder stark und fit ist. Ich freue mich, dass Richard dieses Wochenende für Ruben einspringt. Wir haben uns ein paar Mal getroffen, zuletzt vor kurzem in Brands Hatch. Er ist jung, schnell und hat gute Zukunftsaussichten, und ich bin sicher, dass er seine Sache für das Team gut machen wird. Ich gebe ihm da jedwede Unterstützung, doch obgleich er noch jung ist (und noch viel jünger aussieht!), verfügt er bereits über viel Erfahrung und wird meine Hilfe womöglich gar nicht brauchen."

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