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Weltmeister Valentino Rossi tritt in Misano vor heimischer Kulisse an © IMS

Valentino Rossi und Jorge Lorenzo überhäufen sich vor dem Grand Prix in Misano mit Komplimenten: Wer ist der wahre Favorit?

Seit dem Sturz von Valentino Rossi und dem gleichzeitigen Sieg seines Yamaha-Teamrivalen Jorge Lorenzo ist die Weltmeisterschaft wieder offen. Nur 25 Zähler trennen die beiden Stattgefährten vor dem kommenden Rennwochenende in Misano. Der Spanier kommt mit dem Selbstbewusstsein seines Indianapolis-Sieges nach Italien, der "Doktor" kann sich immerhin über ein Heimspiel freuen. "Ich mag die Strecke trotzdem nicht sonderlich, obwohl ich dort meine Anfänge hatte und in der Nähe aufgewachsen bin", meint Rossi.

2008 konnte der Champion dort gewinnen. "Aber ich habe damals davon profitiert, dass Dani gestürzt ist und Jorge die anderen Reifen hatte", meint der Lokalmatador. Er schiebt Lorenzo in die klare Favoritenrolle: "Es wird schwer sein, hier vor Jorge zu landen. Ich würde mich schon damit begnügen, vor Dani zu bleiben. Seine Honda hat eine starke Beschleunigung und die Strecke wird zu seinem Fahrstil passen. Mein Ziel ist das Podest. Ich will möglichst viele Punkte holen und dann schauen wir bei den anderen Rennen mal weiter."

Während Rossi die Euphorie bei den Fans in weiser Voraussicht etwas bremst, nutzt Lorenzo die Gunst der Stunde: "Ich mag die Strecke sehr, hatte hier schon viel Erfolg. 2007 habe ich zum Beispiel das 250er-Rennen hier gewonnen." Auch im Vorjahr habe er sich trotz der unterlegenen Michelin-Pneus durchaus wohlgefühlt. "Das liegt vielleicht daran, dass diese Strecke hier Ähnlichkeit mit jener in Llucmajor auf Mallorca hat. Da fühle ich mich gleich heimisch."

Natürlich verwies Lorenzo in der Pressekonferenz darauf, dass sein Yamaha-Teamkollege auf dessen Hausbahn womöglich schwer zu packen sei, aber: "Wir sind immer und überall schnell gewesen. Es entscheidet sich manchmal nur anhand von Glück und Pech. Manchmal auch durch zu viel Risiko. Wir lernen aus unseren Erfahrungen." Es sei ganz normal, dass man in einem Vierkampf wie in der aktuellen Saison manchmal über die Grenzen hinaus gehe.

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