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Die Italiener jubeln: Valentino Rossi startet in Misano von der Pole-Position © IMS

Lokalmatador Valentino Rossi sichert sich auf den letzten Drücker die Pole-Position vor Dani Pedrosa und Jorge Lorenzo

Das Misano-Wochenende der MotoGP könnte zur großen Rossi-Show werden. Der amtierende Champion erkämpfte sich am Samstagnachmittag unter dem tosenden Jubel seiner heimischen Fans mit der allerletzten Runde die Pole-Position. Das Qualifying bot auf der Zielgeraden eine unglaubliche Spannung. Die drei großen Favoriten schenkten sich nichts und forderten sich gegenseitig immer wieder heraus.

Zunächst einmal hatte Rossi die Lacher auf seiner Seite. Nach seinem Sturz in Indianapolis zeigte sich der "Doktor" sehr humorvoll mit einem Esel auf seinem Helm. Die Fans dankten ihm den Spaß mit lautstarken Rufen und gelben Rauchbomen - Party in Misano. Lange Zeit hatte der Yamaha-Star gemeinsam mit seinem Teamkollegen die Szene vollständig im Griff, doch wenige Minuten vor Schluss tauchte plötzlich Dani Pedrosa an der Spitze auf.

Rossi schlug aber im letzten Umlauf noch einmal zurück und sicherte sich bei herrlich sommerlichen Bedingungen in 1:34.338 Minuten den Platz an der Sonne. "Wir hatten es kühler erwartet", gibt Rossi zu. "Daher hatten wir etwas Probleme mit dem Grip. Es war am Ende richtig spannend. Ich musste es mit meinem allerletzten Reifen schaffen. Wir haben das Rad kurz vor Schluss in Formel-1-Tempo gewechselt."

Honda-Speerspitze Pedrosa (2./1:34.560) und Jorge Lorenzo (3./1:34.808) mussten sich schließlich geschlagen geben. "Ich hätte lieber vorne gestanden", kommentierte der Yamaha-Pilot, "aber noch ist nichts verloren. Ich werde morgen angreifen." Pechvogel war Toni Elias (4./1:34.907). Der spanische Gresini-Pilot hatte sich kurz vor Schluss in die erste Reihe geschoben, wurde aber noch knapp verdrängt.

Die zweite Startreihe muss sich Elias mit dem erneut starken Colin Edwards (5./1:35.184) und dem immer besser werdenden Ducati-Piloten Nicky Hayden (6./1:35.223) teilen. Der Amerikaner bedankte sich mit einer guten Leistung für seine Vertragsverlängerung. Drei Hondas stehen in der dritten Startreihe: Alex de Angelis, der enttäuschende Andrea Dovizioso und Randy de Puniet, der trotz seines Knöchelbruchs tapfer kämpft.

Bei Suzuki geht es nur langsam voran. Loris Capirossi (10./1:35.561) und Chris Vermeulen (13./1:35.790) konnten nicht beeindrucken. "Wir haben ein paar neue Teile, die uns helfen sollten. Es wird auch immer besser. Wenn wir bis Mittwoch weiterfahren würden, dann würden wir uns ganz vorne wiederfinden", zeigt sich Suzuki-Teamchef Paul Denning dennoch zuversichtlich.

Sensationell war wieder einmal der Auftritt von Aleix Espargaro. Der Spanier putzte seinen Pramac-Kollegen Niccolò Canepa wieder einmal. "Er macht wirklich einen tollen Job. Wir sind positiv überrascht", sagt Pramac-Teamchef Paolo Campinoti. Ob Espargaro aber nach der Rückkehr von Mika Kallio beim kommenden Rennen noch fahren darf, steht noch nicht fest.

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