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Lange gewartet: Hector Barbera feierte in Misano seinen zweiten Saisonsieg © Aprilia

Hector Barbera siegt in Misano hauchdünn vor Mattia Pasini und Alvaro Bautista - Marco Simoncelli stürzt: Meisterschaftsträume vorbei?

Hector Barbera feiert den Misano-Sieg, Mattia Pasini muss sich knapp geschlagen geben, Marco Simoncelli wirft einen möglichen Erfolg in den Kies und Alvaro Bautista holt in der Weltmeisterschaft auf Hiroshi Aoyama auf. Das ist das Geschehen beim 250er-Rennen im Grand Prix von San Marino kurz zusammengefasst. Die Entscheidung fiel ebenso wie im 125er-Rennen zuvor erst in der allerletzten Kurve.

Beim Start zogen zunächst Simoncelli, Barbera, Pasini und Aoyama an die Spitze. Doch der japanische Polemann machte in der zweiten Runde einen kleinen Fahrfehler und fiel zeitweise bis auf Rang sieben zurück. Vorne etablierte sich ein Dreikampf, doch Marco Simoncelli stürzte ins Aus - Schock für die Fans und für ihn. "Ich bin sehr enttäuscht. Ich hatte Probleme mit der Traktionskontrolle, aber später wurde es besser. Ich habe dann später einfach auf der Jagd das Hinterrad verloren. Es ist schade für die Fans und auch für die Meisterschaft. Möglich ist es aber noch", meint Simoncelli nach seinem Faux-Pas beim Heimspiel.

An der Spitze boten anschließend Barbera und Pasini einen munteren Zweikampf, dahinter rangelten Bautista, Aoyama und Mike di Meglio um den letzten Podestrang. Immer wieder attackierte der japanische Honda-Pilot seinen spanischen WM-Konkurrenten, doch Bautista konnte stets kontern. Zeitweise lag sogar di Meglio vor den beiden Streithähnen, doch der Franzose musste sich letztlich den beiden Topfavoriten geschlagen geben.

Vorne wechselte die Führung unterdessen immer wieder. Barbera wollte ebenso wie Pasini endlich seinen zweiten Saisonsieg. In der letzten Kurve fuhren die beiden Kontrahenten nebeneinander auf die Start-Ziel-Gerade. Letztlich konnte der Spanier besser beschleunigen und sich somit mit 0,04 Sekunden Vorsprung seinen zweiten Erfolg des Jahres holen, nachdem er bereits beim Saisonauftakt in Katar gesiegt hatte.

Hinter dem Spitzenquintett zeigten Jules Cluzel und Alex Debon auf den Rängen sechs und sieben ebenso starke Leistungen wie Aoyama-Teamkollege Raffele de Rosa als Achter. Hinter Hector Faubel, der anfang sogar locker in der Verfolgergruppe mitfahren konnte, belegte Thomas Lüthi einen soliden zehnten Platz.

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