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Schaffte mit Platz sieben sein bestes Resultat im Werksteam: Mika Kallio © Ducati

Mika Kallio erreichte beim Heimrennen des Ducati-Werksteams Platz sieben - Nicky Hayden nach Startkollision ausgeschieden

Nicky Hayden verfügt offenbar über hellseherische Fähigkeiten. Nach dem Qualifying am Samstag sagte er: "In den ersten zwei, drei Kurven wird es ziemlich rau zugehen." Mit dieser Vorhersage behielt der Ducati-Pilot Recht, wobei er seine daraus resultierende Folgerung ("Wir wollen dort so sauber und so weit vorne wie möglich durchkommen.") nicht in die Tat umsetzen konnte. Nach einer Kollision mit Colin Edwards und Alex de Angelis schied der Amerikaner bereits nach wenigen Metern aus.

Nach dem Crash legte Hayden nach. "Um ehrlich zu sein, hatte ich geahnt, dass de Angelis hier ein Drama veranstalten würde. Er ist hier zuhause und kämpft um seinen Job. Als ich ihn aus dem Augenwinkel sah, habe ich nur versucht Gas zu geben und ihm aus dem Weg zu gehen. Unglücklicherweise hat er mein Hinterrad leicht gestreift und das war das letzte, was ich bemerkt habe."

Hayden, der im Gegensatz zu de Angelis seinen Platz für 2010 sicher hat, hatte anschließend kein Verständnis für die Aktion des Gresini-Piloten. "Ich weiß, dass man im Rennsport Fehler machen kann. Ich habe selbst viele in meinem Leben begangen. Aber ich kann mit Alex nicht zufrieden sein, denn das war kein Racing. Das war nur blöd. So ein Manöver auf kalten Reifen zu probieren, in der zweiten Kurve der ersten Runde!"

Mika Kallio überstand das Chaos der ersten Runde dagegen schadlos und fuhr schließlich als Siebter ins Ziel. "Es war kein perfektes Rennen, da man immer etwas besser machen kann, aber ich denke, dass wir damit mehr oder weniger zufrieden sein können. Ich bin ordentlich gestartet, habe aber in der ersten Kurve ein paar Positionen eingebüßt. Dann passierte der Unfall in Kurve zwei direkt vor mir. Ich musste eine Linie durch all die Trümmerteile finden, was mich Zeit und Plätze gekostet hat."

Anschließend setzte der Finne zu einer Aufholjagd an. Aber die Gruppe um Toni Elias, Loris Capirossi und Andrea Dovizioso war schon zu weit weg. Für das kommende Rennen wird Casey Stoner bei Ducati zurückerwartet. Das heißt, dass Kallio seinen Platz im Werksteam räumen wird und zu Pramac zurückkehrt. "Ich möchte allen bei Ducati für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung danken. Ich wünsche Casey für seine Rückkehr alles Gute."

Ducati-Boss Claudio Domenicali kann Stoners Rückkehr offenbar gar nicht mehr erwarten. "Dieser Grand Prix markiert das Ende einer Zeit, in der wir ohne ihn auskommen mussten. Das waren schwierige Wochen, aber ich bin sehr glücklich darüber, wie sich alle im Team zusammengerissen haben. Deshalb möchte ich mich allen persönlich bedanken. Über Filippo Preziosi, der hart daran gearbeitet hat das Motorrad zu verbessern, über Livio Suppo, der das Team auf dem Schlachtfeld geführt hat, bis zu all den anderen, die jeden Tag nie weniger als ihr Bestes gegeben haben."

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