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Dani Pedrosa möchte der Yamaha nicht länger hinterherfahren © Bridgestone

Die Dominanz der Yamaha weckt bei den Fahrern der MotoGP Begehrlichkeiten - Geht Valentino Rossi, wird es für den frei werdenden Platz viele Bewerber geben

Die Spitzenplätze in der kommenden MotoGP-Saison sind bereits alle vergeben. Aber was kommt danach? Dann nämlich laufen die Verträge der "Fantastic Four" der MotoGP gleichzeitig aus und schon jetzt ist neben dem Kampf auf der Strecke der Kampf um den Arbeitgeber 2011 entbrannt.

Sowohl die Verträge von Casey Stoner und Dani Pedrosa als auch die Arbeitspapiere von Valentino Rossi und Jorge Lorenzo werden Ende des Jahres 2010 ihre Gültigkeit verlieren. Dabei ist die Yamaha momentan auf dem Heiratsmarkt vertragsloser Motorradstars das schönste und attraktivste Objekt der Begierde.

Der Hauptgrund liegt dabei auf der Hand und manifestiert sich fast jedes Grand-Prix-Wochenende auf der Strecke: Yamaha ist der Konkurrenz nicht nur im Moment mehr als eine Bike-Länge voraus. Zwar konnte Ducati mit Stoner kurzzeitig das Machtgefüge durcheinanderwirbeln, die Schwierigkeiten von Nicky Hayden mit der widerspenstigen Desmosedici machen die feuerrote Maschine für andere Fahrer aber wenig reizvoll.

Seit Rossi bei Honda weg ist, gewinnt der einstmals so mächtige Stall kaum noch einen Blumentopf in der WM. Das weiß auch Pedrosa, der vergangenes Wochenende gerade erst seinen Vertrag beim HRC-Werksteam verlängert hat. Gegenüber dem italienischen Fernsehen äußerte der Mann aus Barcelona jüngst seine Sehnsucht nach einem Vertrag bei Yamaha.

"Nur weil es bei Yamaha keinen Platz gab, war es eine gute Entscheidung", erklärte Pedrosa bezüglich seiner Vertragsverlängerung, um im Anschluss daran Honda offen mit seinem Abschied zu drohen: "Ich schenke Honda für ein Jahr mein Vertrauen, um zu sehen, ob sie in der Lage sind, das Motorrad besser zu machen." Sollte er keine Fortschritte erkennen, wird der ambitionierte Pedrosa einen Markenwechsel mehr als nur in Betracht ziehen.

Dabei hofft Pedrosa - wie auch eine Reihe weiterer Kandidaten - darauf, dass Rossi seinem oft geäußerten Wunsch, einmal für Ducati zu fahren, nachgehen wird: "2010 habe ich einen Vertrag bei Yamaha", erklärte der Führende der Gesamtwertung. "Danach wird Yamaha mir mitteilen, wie ihre Zukunftspläne aussehen. Ich bin für alles offen."

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