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Hayate soll auch nach der Saison 2009 eine Zukunft in der MotoGP haben © xpb.cc

Andrea Dosoli, Teammanger von Hayate, möchte auch nach dem endgültigen Ausstieg von Kawasaki 2010 mit seiner ehrgeizigen Mannschaft weitermachen

Nach Bekanntwerden der Entscheidung von Kawasaki, die MotoGP-Aktivitäten nach der Saison 2009 endgültig einzustellen, erarbeitet Hayate-Teammanager Andrea Dosoli Konzepte zum Fortbestand seiner eingeschworenen Crew. Dabei kommen mehrere Möglichkeiten in Betracht.

"Wir wissen jetzt, dass Kawasaki definitiv aussteigen wird", meint der Italiener mit etwas Enttäuschung. "Es wird aber hart daran gearbeitet und alles Mögliche versucht, dass diese Gruppe von Leuten, die in dieser Saison Hayate repräsentiert hat, auch in Zukunft zusammenarbeiten können wird. Dies wird aber nicht ganz einfach sein. Alleine schon in finanzieller Hinsicht. Jedenfalls werden mehrere Möglichkeiten in Erwägungen gezogen und wir dürfen keine Zeit verlieren."

Auch wenn es noch etwas zu früh ist, um konkret über diese Pläne zu sprechen - ein Leasen von Motoren scheint von vornherein auszuschließen zu sein. "Wie ich bereits erwähnt habe drängt die Zeit und es gibt mehrere Optionen", so Dosoli. "Diesbezüglich ist aber zu sagen, dass es nicht einfach ist, in so kurzer Zeit ein Fahrwerk für einen Motor zu bauen. Dies wäre wahrscheinlich von allen die schwierigste Option für uns."

Nach den Zukunftsaussichten gab Dosoli auch einen Rückblick auf den Misano-Grand-Prix. "Nachdem wir am Freitag und Samstagvormittag etliche Probleme hatten, verlief das Rennen für uns eigentlich nicht schlecht", lautet sein erstes Resümee. "Wir konnten das Bike Schritt für Schritt verbessern. Marco war in der Lage, niedrige 1'36er Rundenzeiten zu fahren, bevor er sich im Rennen auf 1'35.8, 1'35.9 steigern konnte."

"Lediglich in der Anfangsphase hatten wir etwas Zeit verloren, da wir das ganze Wochenende zu kämpfen hatten, die Reifen auf Temperatur zu bringen", berichtet Dosoli. "Danach fuhr Marco in etwa die gleichen Zeiten wie Capirossi und Dovizioso. Daher könnten wir zufrieden sein. Auch der Punktegewinn freut uns nach zwei Ausfällen in Folge. Nach dem Freitagsergebnis eine derartige Steigerung erzielt zu haben, stimmt uns wirklich positiv."

Dosoli bestätigt auch, dass man die restliche Saison mit dem vorhandenen Material zu Ende fahren wird. "Es ist nichts Neues mehr zu erwarten, daher werden wir die restlichen Rennen mit dem jetzigen Paket zu Ende fahren", sagt der Teamchef dazu. "Auch mit den neuen Teilen, die wir in der Sommerpause bekommen haben, werden wir uns nicht mehr viel beschäftigen. Mit Sicherheit werden wir aber dennoch alles Mögliche versuchen, um das vorhandene Paket weiter zu verbessern und für die anstehenden Rennstrecken bestmöglich abzustimmen. Diesbezüglich gibt es viele Optionen am Fahrwerk."

Angesprochen auf die Zielsetzungen für die letzten Rennen zeigt sich Dosoli sehr bodenständig: "Wenn wir die letzten Resultate heranziehen, können wir mehr oder weniger in jedem Rennen in den Positionen sieben bis zehn sein. Dies ist auch unser Ziel für die restlichen Rennen."

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