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Randy Krummenacher und sein Team kommen den Problemen auf die Spur © Kirn F.

Nach einem weiteren schwierigen Rennwochenende für Randy Krummenacher in Misano möchten er und sein Team den Umschwung herbeiführen

Nach Startplatz 23 und den frustrierenden 17. Rang im Rennen wollte der 19 Jahre alte Schweizer Randy Krummenacher den Grand Prix von San Marino verständlicherweise möglichst schnell ad acta legen. Doch der Degraaf-Pilot konnte auch von positiven Erkenntnissen zu berichten: "Wir wissen jetzt, wo wir den Hebel ansetzen müssen", so Krummenacher - die ersten Schilderungen des Schweizers klingen nahezu euphorisch.

"An diesem Wochenende haben wir an den Trainingstagen mit der Fahrwerksabstimmung wieder einmal in die völlig verkehrte Richtung gearbeitet. Ich war kaum dazu in der Lage, in den Kurven meine Linie zu halten. Deswegen verliere ich sehr viel Zeit", so Krummenacher - die Aprilia RSA reagiert bekanntlich ungemein sensibel auf jede geringste Änderung.

"Nachdem wir im Lauf der Zeit beinahe alles Mögliche durchprobiert hatten, sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir uns auf den Vorderbau konzentrieren müssen", fährt der Schweizer mit seinen Ausführungen fort. "Wir müssen die Frontpartie komplett umbauen, viel härter abstimmen und zudem tiefer setzen, sodass ich in den Kurven meine Linie halten kann und nicht so viel Schwung verliere wie bisher."

Am Sonntag im Rennen waren erste Ansätze einer Besserung zu erkennen. Jedoch durchkreuzte der vor ihm stürzende Sergio Gadea seinen Vorwärtsdrang. "Mein Start war gut und ich bog etwa um Platz 15 in die erste Kurve ein", so Krummenacher. "Aber dann ist Sergio zu Sturz gekommen. Ich musste zuerst ihm ausweichen und dann schlitterte auch noch seine Maschine direkt vor mein Vorderrad."

"Da blieb mir nichts anderes übrig, als die Strecke zu verlassen. Mit Müh und Not konnte ich zwar einen Sturz vermeiden, aber nach diesen Ausflug war ich Letzter", erklärt der Youngster. Nach diesem Zwischenfall zeigte Krummenacher allerdings Biss und robbte sich wieder ans Feld heran: "Es dauerte noch ein paar Runden, bis ich meinen Rhythmus finden konnte."

"Es ist uns auch die Abstimmung besser gelungen als an den Tagen zuvor, sodass ich mich noch bis auf Platz 19 nach vorne arbeiten konnte. Für weiter reichte es jedoch nicht mehr, da die Abstände zu groß waren. Durch den Ausfall der beiden Führenden in der letzten Kurve wurde ich schlussendlich 17", berichtet Krummenacher. "Schade, denn es wären einige Punkte drin gewesen."

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