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Jonas Folger absolvierte in Österreich einen intensiven Fitnesscheck © xpb.cc

Der deutsche 125er-Star musste vergangene Woche im Red Bull Diagnostics- und Trainings-Center in Thalgau schweißtreibende Tests über sich ergehen lassen

Während der Großteil der Grand-Prix-Piloten unmittelbar nach dem Rennen in Misano am vorletzten Wochenende in den Urlaub abdüste, mussten Jonas Folger und seine Red-Bull-Sportskameraden Cameron Beaubier, Marc Marquez und Sturla Fagerhaug im österreichischen Salzkammergut ein fünftägiges Trainingslager absolvieren. Dort wurden umfangreiche Leistungs- und Eignungstest durchgeführt.

"Unser Plan für diese fünf Tage war präzise aufgeteilt", beginnt der Youngster mit seinen Schilderungen. "Neben Labortest und Leistungsdiagnosen mussten wir uns auch etlichen Psycho-Tests unterziehen, wobei wir am Computer die Stärken und Schwächen unserer Persönlichkeit besser kennen lernten. Bei den Labortests wurden Blutanalysen genommen und unsere EKG-Werte gemessen."

Bevor am letzten Tag die Auswertungen ausgehändigt wurden, mussten die vier Youngster unter anderem mit speziellen Armübungen und Radfahren ihre Fitness unter Beweis stellen. "Zum Teil war diese Woche echt anstrengend, dennoch hat es mir richtig Spaß gemacht", so Folger. "Meine Werte und Ergebnisse der Tests waren soweit okay. Natürlich gibt es aber auch Schwachstellen."

"So habe ich zum Beispiel beim Laufen immer Probleme mit Seitenstechen", fährt der Bayer aus Mühldorf fort. "Jetzt weiß ich aber, dass ein Muskel im Oberschenkel daran schuld ist. Diesen kann ich nun gezielt trainieren." Aufgrund der Auswertungen wird demnächst jeder der vier Motorrad-Cracks einen maßgeschneiderten Trainingsplan erhalten.

"Bis ich meinen persönlichen Plan zum Trainieren bekomme, wird es noch ein paar Tage dauern. Auf jeden Fall habe ich aber in der vergangenen Woche viele Erfahrungen gesammelt, was meinen Körper und meine Fitness betrifft. Ich freue mich schon auf ein nächste Mal, denn im Trainingscenter bei Red Bull arbeitet man sehr professionell und darüber hinaus sind die Mitarbeiter wahnsinnig nett", lautet Folgers abschließendes Resümee.

Wintertraining in Italien

Doch bevor der 125ccm-Aufsteiger der Saison erneut in den Genuss der professionellen Betreuung bei Red Bull kommt, blickt er bereits erwartungsvoll seinem Aufenthalt in der Trainingsbasis seines italienischen Rennstalles entgegen. "Ich freue mich schon riesig auf Italien", meint der ehrgeizige Jungstar, der diesen Winter die meiste Zeit über die Gegend um Imola unsicher machen wird.

"Der Großteil der Mechaniker des Teams wohnt in der Nähe meines Aufenthaltsortes. Ganz besonders freue ich mich aber auf das viele Training mit dem Supermoto-Bike. Egal wie und was, Hauptsache ich kann täglich trainieren. Mein jetziger Teamkollege Taka Nakagami war im vergangenen Winter auch dort und er war voll begeistert", so Folger.

Und weiter: "Ich bin schon gespannt, was ich alles an Erfahrungen mitnehmen kann. So werde ich auch einen Italienisch-Lehrer bekommen. Dies schadet sicher nicht, zumal ich ja in einem italienischen Team fahre. Und letztlich sollte das Wetter in Italien in den Wintermonaten doch etwas besser sein als bei uns zuhause."

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