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Valentino Rossi will sich im Endspurt keine Fehler mehr erlauben © xpb.cc

Valentino Rossi weiß, dass er sich das Leben auch hätte noch leichter machen können und will sich ab sofort keinen Fehler mehr leisten

Beim Blick auf den Gesamtstand der MotoGP könnte Valentino Rossi eigentlich gar nicht so unzufrieden sein. Vier Rennen vor dem Saisonende hat er immerhin 30 Punkte Vorsprung auf seinen einzigen Verfolger, Teamkollege Jorge Lorenzo. Wenn nichts mehr schief geht, darf der "Doktor" damit spätestens im November in Valencia seinen siebten WM-Titel in der Königsklasse feiern.

Und genau das ist der springende Punkt: Es darf nichts mehr schief gehen. 30 Punkte sind ein gewisses Polster, aber bei 25 Punkten, die pro Rennen vergeben werden, kein komfortabler Vorsprung. Das Polster könnte größer sein, aber Rossi ist eben auch trotz seines herausragenden Könnens kein Uhrwerk. Im Laud der Saison ließ er wertvolle Punkte liegen: In Le Mans und Donington verzockte er sich bei der Wahl zwischen Regen- und Trockenreifen, wurde einmal 16. und einmal Fünfter. In Indianapolis warf er Platz zwei hinter Lorenzo durch einen Sturz weg.

Dazu kommt: Lorenzo ist - fast - immer zur Stelle, wenn der Champion Schwächen zeigt. So siegte der Spanier in Le Mans und Indianapolis und machte allein damit 50 Punkte auf Rossi wett. Und wenn es bei beiden gut läuft, ist Lorenzo ein harter Gegner für den Italiener. Die Fans haben in dieser Saison mehrfach packende Duelle der beiden Yamaha-Fahrer erlebt.

Deshalb weiß Rossi, dass er sich auf seinem Vorsprung nicht ausruhen darf. "Das Wichtige ist, keine Fehler zu machen, in jedem Rennen auf das Podium zu fahren und vielleicht zu versuchen, vor Valencia zu gewinnen. Aber es kann alles passieren", wird der Italiener von 'MCN' zitiert. "Ich hatte die Chance, mir das Leben wesentlich einfacher zu machen, aber Indy war ein Desaster. Es sind noch vier Rennen und 30 Punkte sind ein guter Vorsprung. Aber ich hatte auch schon 50 Punkte Vorsprung und man hat ganz schnell einen Fehler gemacht."

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