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Dani Pedrosas Manager Alberto Puig wird bei Honda etwas ausgebremst © Repsol

Dani Pedrosas Manager Alberto Puig hat künftig im Honda-Werksteam weniger Mitspracherecht - Andrea Dovizioso soll Pedrosa gleichgestellt werden

Es wird bei Rennställen nicht gern gesehen, wenn sich das Fahrermanagement allzu sehr in die tägliche Arbeit einmischt. Vor allem, wenn es sich bei dem Manager um eine Persönlichkeit handelt, die als nicht gerade einfach gilt. So wie bei Alberto Puig, dem Mentor und Manager von Honda-Pilot Dani Pedrosa.

Deshalb sollen sich auch die Vertragsverhandlungen zwischen Pedrosa und Honda schwierig gestaltet haben. Während der Spanier darauf bestand, seinen Manager weiterhin ständig um sich haben zu dürfen, hätte ihm Honda spanischen Medien zufolge am liebsten der Box verwiesen. Der Zwist ist nun beigelegt, Pedrosa hat verlängert und "in Sachen Puig" wurde ein Kompromiss gefunden.

"Puig bleibt im Team, aber seine Rolle wird sich ändern", sagte HRC-Vizepräsident Shuhei Nakamoto dem italienischen Magazin 'Motosprint'. "Er wird sich um Danis Dinge kümmern, aber er wird mit technischen Themen nichts zu tun haben. Puig nimmt an Meetings teil, aber er ist nicht derjenige, der Entscheidungen trifft. Wir sind zwar keine Freunde, aber unser Verhältnis ist auch nicht so schlecht."

Nakamoto betonte auch, dass Pedrosas Teamkollege Andrea Dovizioso dem Spanier gleichgestellt sein wird. Sein Vorgänger Nicky Hayden hatte nach 2008 das Handtuch geworfen und war zu Ducati gegangen. Angeblich auch, weil Pedrosa - auf Puigs Betreiben hin - im Team favorisiert wurde und die Maschine nur auf seine Bedürfnisse hin entwickelt wurde. Deshalb wurde gemunkelt, dass es Dovizioso nicht anders ergehen würde. "Es stimmt nicht, dass wir bis jetzt nur für Pedrosa gearbeitet haben", dementierte Nakamoto.

Doch künftig soll Dovizioso noch mehr eingebunden werden "Dovizioso und Pedrosa werden im Team die gleiche Position einnehmen", so Nakamoto. "Alles, woran wir denken, ist zu siegen. Und damit uns das gelingt, brauchen wir ein besseres Bike. Wir haben zwei Fahrer und wir nutzen die Arbeit und Informationen von beiden. Wir arbeiten mit beiden zusammen, denn das ist im Interesse aller. Andrea ist für die Entwicklungsarbeit auch sehr hilfreich - und wird es immer mehr."

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