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In eisigen Höhen: Die Expedition beim Abstieg vom Mont Blanc © Repsol

Trotz stürmischer Winde und arktischer Temperaturen haben Dani Pedrosa, Hector Barbera und Marc Coma den Mont Blanc bezwungen

Die spanischen Motorrad-Piloten Dani Pedrosa, Hector Barbera und Marc Coma haben eines gelernt: In den Bergen kann es auch im Sommer ziemlich ungemütlich werden. Im Rahmen ihres Extremabenteuers für die TV-Sendung "Desafío Extremo" stand nun der Höhepunkt an: Die Besteigung des Mont Blanc. Die Bedingungen auf dem höchsten Berg Europas waren jedoch wenig sommerlich. Stürme mit bis Geschwindigkeiten bis zu 70 km/h tobten um den Gipfel und sorgten damit für gefühlte Temperaturen um minus 35 Grad Celsius.

Die Gipfelexpedition startete um vier Uhr morgens in der auf 3.817 Metern Höhe liegenden Gouter-Hütte. Von dort aus galt es, noch 1.000 Höhenmeter bis ganz oben zu überstehen. Nach viereinhalb Stunden Kletterei standen das Motorrad-Trio, seine Profi-Begleiter und das Kamerateam auf dem Gipfel in 4.808 Metern Höhe.

Doch die Zweirad-Experten haben noch etwas gelernt: Beim Bergsteigen ist das Ziel noch nicht erreicht, wenn man oben angekommen ist. Der Abstieg kann genauso heikel werden wie der Aufstieg. Erst, wenn man wieder unten ist, ist das Abenteuer bestanden. Und tatsächlich bereitete der Abstieg größere Probleme als der Weg zum Gipfel. Pedrosa und Barbera verloren wegen des eiskalten Windes das Gefühl in Händen und Füßen. Auch Coma hatte Probleme, wenn auch nicht ganz so große wie seine Landsleute.

Am Ende durfte das Trio aber doch stolz auf sich sein. 74 Menschen hatten sich an diesem Tag aufgemacht in Richtung Mont-Blanc-Gipfel, doch nur ein Viertel davon kam oben an, ohne die Tour vorher abzubrechen. Und dabei handelte es sich ausschließlich um erfahrene Bergsteiger.

Trotz dieser Leistung gibt sich Pedrosa bescheiden: "Wir waren Teil einer sehr erfahrenen Gruppe und wurden vor jeglichem Risiko geschützt. Man hat uns alles auf dem Silbertablett präsentiert und wir mussten nur einen Fuß vor den anderen setzen. Aber wir hatten eine tolle Zeit. Das Wetter war recht schlecht und uns war da oben ziemlich kalt, aber das wurde durch den Spaß wieder wettgemacht, den wir zusammen hatten. Die Stimmung war unheimlich gut. Und für mich war es auch deshalb gut, weil ich durch die Anstrengung fitter werde. Es war ein großartiges Erlebnis."

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