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Michel Fabrizio drückte sich im letzten Moment an Ben Spies vorbei © Ducati

Die Fans in Imola toben: Lokalmatador Michel Fabrizio verdrängt "Mister Superpole" Ben Spies in letzter Sekunde von der Spitze

Besser hatte es ein Thriller-Regisseur kaum inszenieren können. Als alle Welt in Imola schon glaubte, dass Ben Spies wieder einmal in der Superpole die Oberhand behalten würde, kam ausgerechnet Lokalheld Michel Fabrizio und bescherte der Ducati-Mannschaft und seinen Fans eine viel umjubelte Pole-Position in allerletzter Sekunde. Der Italiener schob sich mit seinem letzten Umlauf in 1:47.735 Minuten noch um 0,043 Sekunden am amerikanischen WM-Favoriten vorbei.

Die beiden Titelkandidaten hatten ohnehin im letzten Durchgang der Superpole nur Kurzarbeit verrichtet. Spies wartete lange Zeit in der Box, fuhr dann nur eine einzige schnelle Runde und wartete anschließend gebannt auf die Zeiten der anderen Piloten. Vorher hatte Noriyuki Haga (4./1:47.885) ebenfalls nur einen Versuch unternommen. Der Japaner musste sich im letzten Moment noch Jonathan Rea (3./1:47.834) geschlagen geben.

Hinter dem führenden Quartett zeigte Jakub Smrz als Fünfter eine starke Vorstellung. Der Tscheche legte in der allerletzten Sekunde noch einmal alles in eine schnelle Runde, doch übertrieb es und landete unsanft im Kiesbett. Auf Rang sechs konnte Max Biaggi eine solide Startposition herausfahren, hinter ihm stehen Shane Byrne und der sensationelle Aprilia-Aushilfsfahrer Marco Simoncelli.

Ausgerechnet die beiden Aprilia-Piloten brachten die BMW Hoffnungen auf den Nullpunkt. Im zweiten Superpole-Durchgang hatte Troy Corser lange Zeit auf Rang sieben gelegen. Doch zuerst Biaggi und später auch Simoncelli brachten in den allerletzten Sekunden noch Zeitenverbesserungen, sodass Corser noch auf den undankbaren neunten Platz zurückfiel. Am Ende fehlten dem Australier nur 0,027 Sekunden auf Shane Byrne. Ruben Xaus war bereits im ersten Durcngang ausgeschieden.

Der erste Durchgang brachte ohnehin viel Action. Neukirchner-Ersatzmann Karl Muggeridge ging die ersten Versuche deutlich zu aggressiv an. Der Australier flog ab, musste vorsichtig zurück zur Box und konnte sich nach dem Check in der Werkstatt nicht mehr verbessern. Auch der in den Freien Trainings starke Yukio Kagayama blieb schon im ersten Durchgang hängen - ein Drama für Alstare-Suzuki.

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